Olivenöl

Handgeerntet, naturbelassen, frisch, fruchtig und köstlich

Mit extra nativem Olivenöl wird oft Schindluder getrieben. Immer wieder hört man von gepanschtem, unreinem, überteuertem, fehlerhaftem Olivenöl, das seinen Namen oft nicht verdient. Seitdem wir selbst Oliven von 35 eigenen Bäumen ernten (seit 2008), wissen wir, wie köstlich fruchtig frisches, naturbelassenes Olivenöl schmeckt. Nachdem unsere Freunde von unserem Öl gar nicht genug bekommen können und in höchsten Tönen davon schwärmen, wollen wir das Olivenöl „unserer“ Region, dem Piceno (s. dort), möglichst vielen Menschen zukommen lassen. Wir ernten ausschließlich mit Handkämmen und helfen unseren Nachbarbauern ebenfalls bei der mühsamen Olivenernte. Tabu ist das Aufsammeln der Oliven vom Boden.

Blick von Massignano zu den Schnee bedeckten Monti Sibillini

Blick von Massignano zu den Schnee bedeckten Monti Sibillini

Das Öl wird aus den teilweise nur hier gedeihenden Olivensorten gewonnen: Ascolana tenera (besonders dick, werden gern gefüllt und frittiert gegessen), Carboncella, Frantoio, Leccino, Piantone di Mogliano, Raggia, Sargano, Pendolino oder Nebbia del Menocchia. Kalt gepresst bzw. extrahiert wird es sofort nach der Ernte in örtlichen Ölmühlen, die nach der modernen Methode mit Zentrifugen arbeiten, die weniger Sauerstoff an das frische Olivenöl kommen lassen.

Wir ernten übrigens dank des milden Klimas bereits Mitte Oktober bis Anfang November, meist um Allerheiligen (Ognissanti), 1. November, herum spätestens. Am zweiten Sonntag danach findet dann unser traditionelles Olivenöl-Fest im Schloss Aufhausen bei Erding statt – mit dem superfrischen Olivenöl und weiteren Spezialitäten aus den Marken. Nächster Termin: 13. November 2016!

Im ersten Jahr nach der Ernte genießen wir die Geschmacksintensität unseres Olivenöls vor allem als Würzol zum Anmachen von Salaten und nach dem Garen auf Fleisch oder Fisch geträufelt. Oder – lecker! – pur auf Weißbrot. Nach einem Jahr und später nehmen wir es auch zum Kochen oder Braten. Denn richtig geerntet, abgefüllt und gelagert, nämlich kühl und in dunklen Flaschen, hält es jahrelang. Offiziell angeben müssen wir 18 Monate Mindesthaltbarkeit.

Aromenspektakel mit Olivenöl

Tipp aus dem SZ Magazin vom 28. November 2014 von 2-Sterne-Koch Frank Rosin: Man braucht keine Saucen zum Grillen! Einfach Olivenöl, frischen Limettensaft und Pfeffer vermengen und auf das Fleisch auftragen. Er schreibt: „Fett und Säure sind Geschmacksüberträger, gerade bei den spitzen Aromen von Grillfleisch funktioniert das toll – der Fleischgeschmack wird maximiert, ein Aromenspektakel findet im Mund statt. So haben schon die alten Griechen getrickst.

FischPfanne

 

2 Antworten auf Olivenöl

  1. Annette Stünkel sagt:

    Liebe Frau Rauch, auch wir lieben die Marken und haben seit 17Jahren ein Haus in Mogliano(MC) 25 km vom Meer entfernt . Wir besitzen 23 Olivenbaüme die von unserem Nachbarn mitgeerntet werden. Dieses Jahr fällt die Ernte leider aus ( wie auch schon vor 2Jahren) alle Oliven sind vertrocknet oder Wurmstichig. Ist das bei Ihnen genauso dieses Jahr und was könnte man dagegen tun? Liebe Grüße Annette Stünkel

    • oliopiceno sagt:

      Liebe Frau Stünkel, ja, leider hat auch bei uns die Olivenfliege wie bereits 2014 zugeschlagen! Lediglich im Hinterland haben unsere aufmerksamen Bio-Bauern Tiziano und Bruno es geschafft, die Olivenfliege zu bekämpfen, so dass sie im Gegensatz zu uns ernten können. Wir sind so froh, dass wir wenigstens von den beiden Olivenöl bekommen. Somit ist unser Olivenöl-Erntedankfest am 13. November auf Schloss Aufhausen bei Erding gesichert. Vielleicht haben Sie Lust zu kommen? Ein persönliches Kennenlernen würde mich freuen. Mit herzlichen Sonntagsgrüßen von Heidi Rauch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.