Weihnachtsgeschenk-Gutscheine für unsere Olivenölschul-Abende in Berlin und München

Kann ich auch daran teilnehmen, wenn ich gar nicht kochen kann? Aber ja doch! Wir freuen uns, wenn genussfreudige Menschen an unseren Olivenölschul-Abenden teilnehmen. Die nicht-kochenden Männer oder Frauen schneiden dann eben nur Zucchini oder Tomaten! Es geht einfach darum, die Sinne ein bisschen zu schärfen für gutes und schlechtes Olivenöl. Und darum, die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten in der Küche – beim Backen und Braten, beim Kochen und Konfieren – zu demonstrieren. Und es geht um viel Spaß dabei!

Tomaten schneiden kann jeder, oder?

Tomaten schneiden kann jeder, oder?

Ein großer Dank an dieser Stelle dem aktuellen Slow Food-Magazin mit dem Themenschwerpunkt „Öle und Fette“. Auch hier wird mit dem Ammenmärchen aufgeräumt, dass man Olivenöl nicht erhitzen soll. Unsinn! Es ist sogar das am hitzebeständigste Öl! Aber natürlich gehen über 180 Grad die gesunden Polyphenole kaputt. Das gesündeste übrigens hat einen fast unaussprechlichen Namen: Hydroxytyrosol! Wir können diesen Zungenbrecher inzwischen tatsächlich auswendig! Er steht für ein hochaktives Antioxidans, das eben für die vielen gesundheitlichen Effekte ehrlich produzierten Olivenöls verantwortlich ist.

 

Bis zum 18. Dezember sind wir noch in Bayern und können gern unser frisches Olivenöl von der Ernte Oktober 2016 als Geschenk verschicken oder einen Geschenk-Gutschein für unsere Olivenölschul-Abende in Berlin (20., 21. Januar, 17., 18. Februar) und München (17. März, 6. April und 12. Mai) ausstellen. Besonders glücklich sind wir darüber, dass unser neuer Veranstaltungsort in München den schönen Namen „Koch Dich glücklich!“ trägt. Ja, dazu möchten wir gern beitragen! Und das Kochstudio liegt auch noch im schönen Glockenbachviertel, unweit der U-Bahnstation Fraunhofer Straße.

Wir, Heidi Rauch und Michael Konitzer, freuen uns auf Sie!

Wir, Heidi Rauch und Michael Konitzer, freuen uns auf Sie!

Vom 19. bis 27. Dezember sind wir in Berlin und beliefern gern alle Interessenten dort! Wir freuen uns auf ein frohes Weihnachtsfest in meiner Heimatstadt mit lieben Freunden und Verwandten, allen voran meiner Mama, deren „Steckenpferd“, unser gesunder Olivenblättertee so gut wie ausverkauft ist! Nachschub dafür gibt es erst wieder im Sommer 2017!

Blühende Linsen-Hochebene von Castelluccio. Der Ort oben ist vom Erdbeben zerstört!

Blühende Linsen-Hochebene von Castelluccio. Der Ort oben ist vom Erdbeben zerstört!

Im Januar werden wir in den Marken Nachschub von allem holen, was jetzt bereits ausverkauft ist. Hier möchte ich an erster Stelle die Berglinsen aus Castelluccio nennen, mit deren Verkauf wir die Erdbebenopfer dort unterstützen. Der Ort ist komplett zerstört, die Bewohner, einschließlich unserer Linsen-Lieferantin, leben zur Zeit im Hafenort San Benedetto del Tronto. Auf diesem Weg wollen wir das Leid dort ein bisschen lindern helfen. Also: Auch da nehmen wir Vorbestellungen an – info@oliopiceno.de.

In diesem Sinne wünschen wir allen eine schöne Weihnachtszeit!

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An Olivenöl-Weihnachtsgeschenke denken!

Wir sind begeistert und bedanken uns herzlich: Über 100 Gäste kamen wieder zu unserem nun schon 4. Olivenöl-Erntedankfest auf Schloss Aufhausen und haben für ordentlichen Umsatz gesorgt – bei uns und bei unseren Freunden, die ihre handwerklich hergestellten Produkte mit Herzblut präsentiert haben.

Olivenöl-Erntedankfest im Rittersaal von Schloss Aufhausen: links Ireneo und sein Limonolio, rechts Bianca und Uli mit dem Aceto Balsamico der Familie Pagani

Olivenöl-Erntedankfest im Rittersaal von Schloss Aufhausen: links Ireneo und sein Limonolio, rechts Bianca und Uli mit dem Aceto Balsamico der Familie Pagani

Neben unserem Olivenöl in der Beliebtheitsskala ganz oben: Der Aceto Balsamico der Familie Pagani, den Bianca und Uli wie immer kompetent zur Degustation angeboten haben, und das Limonolio von Ireneo Tucci, das der Maestro persönlich mit italienischem Charme verkauft hat. Nebenbei stand er in der Küche und hat zu unseren Bio-Maccheroncini aus Campofilone eine köstliche Trüffelsauce mit Sahne gezaubert – auf der Basis seines Trüffelöls. Herrlich! Beide Produkte dürfen auch wir verkaufen und freuen uns sehr darüber. Denn jetzt ist Zeit, an Weihnachtsgeschenke zu denken!

Wir beide, Heidi und Michael, freuen uns auf Sie 2017 bei unserer Olivenölschule!

Wir beide, Heidi und Michael, freuen uns auf Sie 2017 bei unserer Olivenölschule!

Noch einmal verkaufen wir unser Olivenöl quasi öffentlich, nämlich am Weihnachtsabend des Golfclubs München Eichenried am Freitag, 2. Dezember, ab 19 Uhr. Ansonsten kann man uns Bestellungen per Mail schicken an info@oliopiceno.de. Gern stellen wir auch Geschenkgutscheine für unsere Olivenölschul-Abende 2017 aus. Termine: 20. und 21. Januar sowie 17. und 18. Februar in Berlin in der Bio-Kochschule Friedrich sowie am 17. März, 6. April und 12. Mai im Münchner Kochstudio „Koch Dich glücklich“.

Stichwort Glück: Wir sind wirklich sehr glücklich über unsere italienischen Olivenbauern, die grundehrlich hervorragendes Olivenöl produzieren und uns immer wieder herzlich in ihrer Familie aufnehmen. Man mag über Facebook denken, was man mag: Es ist eine ideale Möglichkeit, auch aus der Ferne am Leben und Denken von Freunden teilzunehmen.

Tiziano und Heidi glücklich nach der Olivenernte

Tiziano und Heidi glücklich nach der Olivenernte

Besonders Tiziano Aleandri ist hier aktiv. Danke an dieser Stelle auch für die tolle Hilfe in jeder Oliven-Lage! Er und seine Familie bewirten uns nach getaner Erntearbeit  außerdem jedes Mal aufs Wunderbarste. Seine Geschichte erzähle ich in meinem Buch „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“ – auch ein schönes Weihnachtsgeschenk übrigens!

Mal nicht in eigener Sache empfehle ich aber auch gern an dieser Stelle den Roman „Bella Germania“ von Daniel Speck. Spannender, anrührender und mitreißender kann man die Geschichte der ersten Gastarbeiter in München nicht erzählen. Meinen eigenen Roman „Das Limoncello-Quartett – Vier Freundinnen auf Glückssuche in Italien“ arbeite ich nach dieser hinreißenden Lektüre gern noch einmal um. Aber den Limoncello kann man jetzt schon bestellen: Ein zitronengelber Sonnenstrahl im Winter – was kann es Schöneres geben?

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Olivenöl-Erntedankfest am 13. November auf Schloss Aufhausen bei Erding

Olio & aceto, erbe & vino  – Olivenöl & Essig, Kräuter & Wein

  1. Olivenöl-Erntedankfest mit Verkostungen auf Schloss Aufhausen bei Erding

Sonntag, 13. November 2016, 12-17 Uhr

Frischer kann man italienisches Olivenöl extra vergine nicht probieren: Im Oktober werden die Oliven per Hand geerntet und sofort in die Ölpresse gebracht, am Sonntag, 13. November, reichen Heidi Rauch und Michael-A. Konitzer dieses herrlich fruchtige Olivenöl „Olio Piceno“ zur Verkostung –  beim 4. Olivenöl-Erntedankfest auf Schloss Aufhausen bei Erding! Das Motto in diesem Jahr: „Olio & aceto, erbe & vino“, d. h. frisches Olivenöl aus der Ernte im Oktober 2016, traditionell hergestellter Balsamico-Essig, Naturkräuter und Weine – das sind nur einige der Köstlichkeiten, die es von 12 bis 17 Uhr im schönen Rittersaal zu probieren gibt. Unkostenbeitrag: 5 Euro. Adresse: Schlossallee 28, S-Bahnstation Aufhausen.

Olivenöl-Flaschenparade im Rittersaal von Schloss Aufhausen

Olivenöl-Flaschenparade im Rittersaal von Schloss Aufhausen

Über 100 Besucher pilgern jedes Jahr zu diesem Ereignis. Sie kommen auch, weil die beiden Teilzeit-Olivenbauern Heidi Rauch und Michael-A. Konitzer zusätzlich zu ihrem von verschiedenen Kleinbauern ehrlich produzierten Olivenöl stets kulinarische Genüsse aus der mittelitalienischen Region Marken im Gepäck haben, die es sonst hier nicht gibt. So etwa die gefüllten und fritierten Olive Ascolane, die hauchdünnen Maccheroncini di Campofilone, zu denen Ireneo Tucci, der auch sein Limonolio dabei hat, salsa al tartufo, also Trüffelsauce, beisteuert, die Pasta aus dem Urweizen Khorosan Saragolla, die Berglinsen aus der Hochebene von Castelluccio, aus denen Hobbykoch Michael Konitzer eine köstliche Linsensuppe zaubert, die schwarzen Kichererbsen uvm.

Mit dabei in diesem Jahr erstmals: Kräuterfee Maiga Werner, die aus ihrem Naturkräutergarten im Hunsrück u. a. Kräuter-Krokant und Quittenkonfekt mitbringt; die Weine kommen von Giulio und Pamela vom Weingut Le Senate, Altidona, deren zwei Rotweine in den Marken aus französischen (!) Trauben gewonnen werden, und von Alessandra und Gerhard vom Bio-Weingut Fiorano, Cossignano, die drei Rotweine, zwei Weißweine, einen Rosé und Grappa Barrique dabei haben. Nicht fehlen dürfen Bianca Kempkes und Uli Simeth, die wieder zur Aceto Balsamico-Verkostung einladen (7, 10 und 15 Jahre alter, traditionell hergestellter Balsamessig) und ihren selbsthergestellten Nocino, Likör aus grünen Walnüssen, und Eierlikör ausschenken. Bianca zaubert außerdem köstliche Auberginencreme, und die beiden bringen von ihrem Domizil am Gardasee Lugana, Salami– und Käse-Spezialitäten mit.

Das Olivenöl-Erntedankfest ist natürlich eine ideale Gelegenheit, Weihnachtsgeschenke zu kaufen, wie die vegane Bio-Olivenöl-Seife oder den Süßwein Vino Cotto in der bauchigen Flasche. Außerdem verkauft Claudia Bachmair-Vogl wieder edle Tücher und Taschen.

Ansonsten gibt es noch den beliebten Schinken von der Metzgerin Stipa Carolina, einer Nachbarin von Heidi Rauch und Michael-A. Konitzer, die seit 2008 zusammen mit einer befreundeten Familie ein Haus mit Olivenhain, Feigen- und Zitronenbäumen in den südlichen Marken, unweit der Adria, besitzen. Aus den Zitronen stellen sie 34-prozentigen Limoncello her, aus den Früchten Feigen- und Orangenmarmelade, aus den beim Baumschnitt anfallenden Olivenblättern gesunden Olivenblätter-Tee. Im Nebenraum wird ein Film über die Olivenernte gezeigt und Michael Konitzer hält einen Vortrag, der viel Wissenswertes rund um handwerklich produziertes Qualitäts-Olivenöl vermittelt.

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Olivenernte bei Tiziano mit wertvollen Tipps gegen die Olivenfliege

Wie schön! Es gibt sie noch: intakte Oliven, die prall am Baum hängen, mit kräftigen Kämmbewegungen von uns ins Netz fallen und am Abend zu bestem Olivenöl verarbeitet werden. Tiziano Aleandri hat es geschafft, der Olivenfliege zu trotzen. Nun wird er bestürmt, wie er das gemacht hat. Denn rundherum: Entsetzen, Enttäuschung, Fatalismus.

Soooo viele schöne Oliven!

Michael freut sich über soooo viele schöne Oliven!

So titelte der „Corriere Adriatico“ am 17. Oktober 2016: „Meteo e mosche, oliva tenera ko„. Übersetzt: Wetter und Fliegen haben die Olive k. o. geschlagen. Wobei sich das Wort „tenera“ für weich auf die fleischige Sorte unserer Region, olive ascolane tenera, bezieht, die besonders gern von der Olivenfliege heimgesucht wird: 70 Prozent Ernteausfall sind hier zu beklagen! Übrigens hat ein anderer Schädling auch etliche Weinreben befallen, so dass Tizianos Nachbar vom Weingut Paolini & Stanford ebenfalls große Ernteeinbußen verzeichnet.

Tiziano verrät Heidi Rauch sein Olivenfliegen-Bekämpfungs-Geheimnis.

Tiziano verrät Heidi sein Olivenfliegen-Bekämpfungs-Geheimnis.

Tiziano, unser Meister des Olivenbaumschnitts, hat eine „formula magica„, eine magische Formel gefunden, um die vermaledeite Olivenfliege biologisch unschädlich zu machen: Er spritzt bei jedem erhöhten Befall, den ihm die gelbe Monitor-Falle meldet, eine Lösung aus den drei Komponenten Kupfer, Eiweiß-Köder und „Laser“, ein Bio-Insektizid auf der Basis von Spinosad. In diesem zu feuchten und zu wenig heißen Sommer hat er das gut ein halbes Dutzend Mal getan. Wir werden seinem Beispiel ab Juli 2017 folgen!

Die oben hängenden Oliven werden vom elektrischen Rüttelkamm erreicht.

Die oben hängenden Oliven erreicht der elektrische Rüttelkamm.

Wir hatten wieder viel Spaß bei der Ernte, denn Tiziano hat uns eine Sorte zugewiesen, die leicht zu ernten ist: Pendolino heißt sie. Tatsächlich pendeln ihre Äste fast bis zum Boden, so dass die Oliven leicht mit den Handkämmen erreichbar sind. Nur für die Baumkrone braucht es die elektrischen Rüttelkämme (zu sehen auch auf unserem Ernte-Film auf dieser Seite).  Das gemeinsame Mittagessen an einer großen italienisch-deutschen Tafel in der Pizzeria von Tizianos Schwester Paola hatten wir uns trotzdem redlich verdient. Denn natürlich ist für städtische Schreibtisch-Menschen die Olivenernte ein etwas ungewohnter muskulärer Einsatz. Da helfen 18-Loch-Golfrunden als vorbereitendes Training nur bedingt….

Meine 88-jährige Mama hilft bei der Ernte und wird am 13. November an der Kasse sitzen.

Heidis 88-jährige fitte Mama hilft bei der Ernte und wird am 13. November an der Kasse sitzen.

Nach der Ernte durften wir ganz frisch eine Mischung, ein so genanntes „Blend„, aus den Sorten Leccino, Frantoio und Pendolino kosten, ebenso ein reinsortiges Coroncina-Öl. Das Ergebnis: Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe, alles vorhanden in der Nase, auf der Zunge und im Rachen. So soll es sein! Besonders bestechend finden wir beim Bio-Olivenöl aus unserer Region immer wieder die ausgeprägte Fruchtigkeit mit Noten von Artischocke, Mandeln, Tomaten, Gras, Kräutern – und natürlich Olive! Also, liebe Olio Piceno-Fans: Sie können sich freuen auf dieses exzellente Olio Piceno, das wir am 13. November auf unserem Olivenöl-Erntedankfest auf Schloss Aufhausen erstmals zur Verkostung und zum Kauf anbieten.

Wir haben schon etliche Vorbestellungen gesammelt und freuen uns sehr, alle Nachfragen befriedigen zu können. Denn auch Bruno & Stefano Aciarri und Bruno Amurri konnten die Olivenfliege biologisch in Schach halten – übrigens besser als diejenigen, die es mit der chemischen Keule versucht haben!

Aus Tizianos Oliven wird in seiner eigenen Mühle exzellentes Olivenöl gewonnen.

Aus Tizianos Oliven wird in seiner eigenen Mühle exzellentes Bio-Olivenöl gewonnen.

 

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Olivenernte wieder teilweise vernichtet – Nachschub aber gesichert!

Wir sind gerade in Italien und mussten erst einmal unseren Schock verdauen: Die Olivenfliege hat wieder ihr Unwesen getrieben – begünstigt von zu mild-feuchtem Wetter sowohl im Winter als auch im Sommer. Trotz unserer biologischen Interventionen (Pheromonfallen, Spritzen mit einer Bio-Lösung) hat die vermaledeite Olivenfliege Anfang September einen Großteil der Ernte in den Marken (und auch in anderen Regionen) vernichtet. Wer vor Ort war (wir leider nicht), hat schon ab Mitte September schnell geerntet, um mit einem Ertrag von ca. 8 Prozent („normal“ sind 12-15 Prozent) zu retten, was zu retten ist.

Unsere Oliven mit Einstichen von der Olivenfliege und verschrumpelt

Unsere Oliven mit Einstichen von der Olivenfliege und verschrumpelt

Wir haben glücklicherweise zwei Bio-Bauern, Tiziano in Offida und Bruno in Petritoli, die so gewissenhaft, engagiert und unerbittlich kämpferisch sind, dass sie der Olivenfliege – wie einst Asterix den Römern – getrotzt haben. Das heißt: Der Olivenöl-Nachschub ist gesichert! Alle, die schon vorbestellt haben und/oder zu unserem Olivenöl-Erntedankfest am 13. November ins Schloss Aufhausen bei Erding kommen, werden in den Genuss des fruchtig-frischen Olivenöls aus den Marken kommen. Wir fahren am 3. November voll bepackt – auch mit anderen kulinarischen Köstlichkeiten – zurück. Dann muss das Olivenöl ein bisschen ruhen, damit sich die letzten Schwebstoffe absetzen können, bevor wir es in Flaschen abfüllen.

Olivenhain bei Sorrent

Olivenhain bei Sorrent, sieht nur auf dem Foto nicht steil aus

Zur Zeit sind wir an der Amalfiküste, wo wir die steilsten Olivenhaine aller Zeiten gesehen haben. Hier krallen sich die Bäume regelrecht an den Felsen bzw. sitzen auf Steinterrassen. Die Netze sind permanent zwischen den Bäumen zu einer Rolle gewickelt gespannt, so dass man sie bei Bedarf nur aufspannen muss. Nachteil: In diesen Steillagen erntet man offensichtlich vor allem die überreifen Oliven, die von allein in die Netze fallen. Aber auch dieses Jahr: keine Früchte am Baum! Wir haben natürlich eine Kostprobe gekauft (aus Massa Lubrense, wahrscheinlich von der Ernte 2015, was natürlich nicht auf dem Etikett steht!). Und was sollen wir sagen: grässliches Olivenöl. Kein fruchtiger Geruch, keine Bitterkeit und Schärfe, nur seifig, geschmacklos.

Da freuen wir uns auf Tizianos und Brunos Olivenöl und danken der Olivengöttin Athene, dass sie diese Oasen inmitten der heuschreckenartigen Schädlingsinvasion verschont hat!

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Ausverkauft – Neue Ernte Oktober 2016 ab 4. November

Liebe Olivenöl-Freunde, seit 20. September 2016 sind wir nun endgültig ausverkauft. Das heißt, es gibt von der Ernte Oktober 2015 keinen Tropfen Olivenöl mehr! Tausend Dank all unseren Genuss-Freunden! Aber Nachschub ist in Sicht: Wir sind im Oktober zur Olivenernte in den Marken – und können ab 4. November das Olivenöl der neuen Ernte 2016 ausliefern!

Bitte auch den Termin unseres großen Olivenöl-Erntedankfests im schönen Rittersaal von Schloss Aufhausen bei Erding vormerken: Sonntag, 13. November, 12-17 Uhr unter dem Motto „Olio & aceto, erbe & caffè – Olivenöl & Essig, Kräuter & Kaffee“. Unkostenbeitrag: 5 Euro. Adresse: Schlossallee 28, S-Bahnstation Aufhausen.

Über 100 Besucher pilgern jedes Jahr zu diesem Ereignis. Sie kommen auch, weil wir,  die beiden Teilzeit-Olivenbauern Heidi Rauch und Michael-A. Konitzer, zusätzlich zum superfrischen Olivenöl von verschiedenen Kleinbauern stets kulinarische Genüsse aus der mittelitalienischen Region Marken im Gepäck haben, die es sonst hier nicht gibt. So etwa die gefüllten und fritierten Olive Ascolane, die hauchdünnen Maccheroncini di Campofilone, die traditionell mit einem Fleischragout oder mit Tomatensugo serviert werden, die Linguine aus dem Urweizen Khorosan Saragolla, die Berglinsen aus der Hochebene von Castelluccio, aus denen Hobbykoch Michael Konitzer eine köstliche Linsensuppe zaubert, oder die Feigen– bzw. Birnen-Crostata, Mürbteigkuchen mit Feigen- oder Birnen-Marmelade aus eigener Produktion, gebacken von Heidi Rauch.

Olivenöl-Flaschenparade im Rittersaal von Schloss Aufhausen

Olivenöl-Flaschenparade im Rittersaal von Schloss Aufhausen

Mit dabei in diesem Jahr: Produkte aus dem Naturkräutergarten im Hunsrück von Maiga Werner, die u. a. leckerstes Kräuter-Krokant und Quittenkonfekt herstellt, und erstmals Simone Meriggi von Perferò caffè, einer kleinen Kaffeerösterei in unserer Nachbarschaft. Er bringt den Ferrari unter den Kaffeemaschinen zum Verkosten seiner Kaffeesorten mit: La Marzocco. Nicht fehlen dürfen auf keinen Fall Bianca Kempkes und Uli Simeth, die wieder zur Aceto Balsamico-Verkostung einladen und ihren selbsthergestellten Nocino, Likör aus grünen Walnüssen, ebenso dabei haben wie „echten“ Prosecco aus 100 % Glera-Trauben, Salami– und Käse-Spezialitäten sowie köstliche Chutneys und Pestos. Ireneo Tucci präsentiert sein Limonolio, und wir haben auch wieder scharfes Peperoncino-Olivenöl dabei.

Das Olivenöl-Erntedankfest ist natürlich eine ideale Gelegenheit, außergewöhnliche kulinarische Weihnachtsgeschenke zu kaufen, wie unsere vegane Bio-Olivenöl-Seife oder den Süßwein Vino Cotto in der bauchigen Flasche. Außerdem bringt Claudia Bachmair-Vogl wieder edle Tücher und Taschen mit.

Viele Weihnachtsgeschenke kann man beim Olivenöl-Erntedankfest finden.

Viele Weihnachtsgeschenke kann man beim Olivenöl-Erntedankfest finden.

Was gibt es sonst noch? Schinken und Porchetta, den Kräuter-Spanferkelbraten der Metzgerin Stipa Carolina, einer Nachbarin von Heidi Rauch und Michael-A. Konitzer, die seit 2008 zusammen mit einer befreundeten Familie ein Haus mit Olivenhain, Feigen- und Zitronenbäumen in den südlichen Marken, unweit der Adria, besitzen. Deshalb gibt es auch selbst hergestellten Limoncello, den 33-prozentigen Zitronenlikör, und Zitronenmarmelade. Außerdem zu sehen und zu hören: ein Film über die Olivenernte und ein Vortrag, der viel Wissenswertes rund um handwerklich produziertes Qualitäts-Olivenöl vermittelt. Und natürlich gibt es Rotwein-Proben, unseren Olivenblättertee uvm.

Wir freuen uns über gut gelaunte Besucher – und berichten an dieser Stelle bald von einer hoffentlich erfolgreichen Olivenernte!

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ABC unserer Köstlichkeiten

Die Liste unserer kulinarischen Produkte hat sich inzwischen ordentlich verlängert. Wir sind eben neugierige Entdecker! Und wir können irgendwie nichts verkommen lassen, was bei uns so wächst. Im Falle der Mini-Birnen auf unserem Grundstück in Italien ist das wirklich anstrengend: Aber wir haben keine Blasen an den Fingern gescheut, um doch daraus köstliche Birnen-Marmelade zu machen!

Ein Korb voller Köstlichkeiten aus Italien

Ein Korb voller Köstlichkeiten aus Italien

Hier also mal ein ABC unserer kulinarischen Angebote, die alle käuflich zu erwerben sind:

A wie Aceto Balsamico: Den bekommen wir von unseren Freunden Bianca und Uli von der Familie Pagani aus Modena, die wir inzwischen selbst auch kennenlernen durften. Sie produzieren ihren köstlichen Essig ehrlich und unverfälscht aus 100 Prozent Traubenmost! Schauen Sie mal aufs Etikett, was bei den handelsüblichen Flaschen drauf steht: immer ist Weinessig zugesetzt. Und das braucht es gar nicht, wenn man dem natürlichen Reifeprozess des Traubenmosts über 7 Jahre und mehr vertr

B wie Birnenmarmelade – s. oben

B wie Buch – mein Buch „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“

C wie Ceci – das italienische Wort für Kichererbsen. Wir haben die seltenen schwarzen von unserem Nachbarn Tony im Angebot. Köstlich als Salat mit Koriander z. B.

C wie Chitarrine – die feinen „Gitarrensaiten“-Nudeln, s. Pasta

E wie Eiernudeln – Campofilone ist der Eiernudel-Ort in unserer Nachbarschaft. Die superdünnen Maccheroncini di Campofilone gibt es in München nur im Eataly – und das teurer als bei uns! In zwei Minuten fertig.

F wie Feigen-Marmelade – Unser Feigenbaum ist ein Segen! Wir ernten die Feigen genau zum richtigen Zeitpunkt und Michael zaubert die köstlichste Marmelade daraus. Man schmeckt Natur pur, Erdbeer- und Italien-Aroma.

G wie gefüllte Olive ascolane – Diese mit einer Fleisch-Kräuter-Farce gefüllten großen Oliven aus unserer Region, die paniert sind und als frittierte Vorspeise serviert werden, bringen wir nur auf Vorbestellung mit. Und es gibt sie wieder am 13. November bei unserem Olivenölfest auf Schloss Aufhausen.

H wie Honig-Propolis-Balsamico-Spray gegen Erkältung. Das holen wir bei unseren Aceto-Freunden Bianca und Uli direkt vom Gardasee. Es hat schon etlichen unserer Freunde über den Winter geholfen.

I wie Iervicella – eine autochthone, antike Getreidesorte, die Bruno zu einer köstlichen Eiernudel vearbeitet. S. Pasta.

K wie Khorosan Saragolla Turchesco. Aus diesem Urweizen, den die USA als Kamut vermarkten, macht Bio-Bauer Bruno Amurri wunderbare Pasta, Spaghetti, Linguine, Penne, Rigatoni, Caserecce etc., die soooo gesund sind und überhaupt nicht vollkornig schmecken.

K wie Kichererbsen, s. Ceci

L wie Limoncello aus unseren eigenen Zitronen. Der herrlich sonnengelbe Likör hat 34 Prozent Alkoholgehalt und schmeckt besonders gut direkt aus der Tiefkühltruhe!

L wie Limonolio, das sonnig-frische Zitronenöl ist herrlich auf Fisch, im Salat (dann ohne Essig) oder auf Vanilleeis! Unser Freund Ireneo Tucci bringt Olivenöl und Zitronen gemeinsam in die Presse. So gehen beide eine einzigartige Symbiose ein.

L wie Linsen, unsere superfeinen Berglinsen aus der Linsen-Hochebene von Castelluccio an der Grenze zu Umbrien.

M wie Maccheroncini – s. Eiernudeln

N wie Nudeln. Da haben wir Eiernudeln und Nudeln aus Hartweizen bzw. antiken Getreidesorten im Programm. Siehe Chitarrini, Khorosan, Maccheroncini, Pasta.

O wie Olivenöl by Olio Piceno. Na, dazu muss man ja nichts mehr sagen, oder? Wir haben das Glück, dass es in den Marken so verschiedene Olivensorten gibt, die ein einzigartiges Olivenöl hervorbringen, das es nirgends sonst zu kaufen gibt. Und wir kennen die besten Bio-Olivenbauern in unserer Nachbarschaft und die beiden besten Ölmühlen.

O wie Oliven im Glas. Livia, die Frau unseres Bio-Bauern Bruno Amurri, macht sich die Mühe, die großen Oliven der Sorte ascolana tenera in Salzlake und Zitrone einzulegen. Eine harte Arbeit, weil die „Bäder“ immer wieder ausgeschüttet werden müssen, um die Oliven zu entbittern. Das Ergebnis einer dreimonatigen Prozedur ist der Mühe wert!

O wie Orangen-Marmelade. Neben unseren Zitronenbäumen haben wir auch Mandarinen- und Orangenbäume. Klar, dass wir nicht nur Orangensaft trinken, sondern Michael daraus auch eine Marmelade macht.

P wie Pasta – s. auch Khorosan. Bruno hat weitere autochthone, fast vergessene Getreidesorten angebaut und macht daraus ungeheuer interessante Nudeln, etwa Chitarrine, die feinen „Gitarrensaiten“ aus Iervicella, Abbondanza, Solina und Khorosan Saragolla Turchesco oder Chitarrine mit Maismehl, Hartweizengrieß und seinen antiken Getreidesorten.

P wie Peperoncini-Öl. Unser anderer Bruno ist Gemüsebauer und verwendet seine vielen Peperoncini, die kleinen scharfen Paprika, dazu, sie in die letzte Pressung zusammen mit seinem Olivenöl zu geben. Heraus kommt ein orangefarbenes Öl, das es in sich hat! Es würzt Gemüse, Pasta-Saucen und Fleisch scharf und schmackhaft.

P wie Pfirsich-Marmelade. Unsere eigener Pfirsichbaum ist noch zu klein. Aber einer unserer Bauern hat uns so viele Pfirsiche mitgegeben, dass Michael daraus natürlich auch eine Marmelade gemacht hat. Er hat da wirklich ein „süßes Händchen“.

P wie Pomodori pelati, geschälte Tomaten, s. Tomaten

R wie Rotwein oder Rosso Bello. Unser Lieblingsweingut Le Caniette bei Ripatransone macht den besten Rosso Piceno der Region, wie wir finden, zu einem absolut unschlagbaren Preis. Giovanni macht auch herrliche Weißweine aus der autochthonen Pecorino-Traube, die wir gern auf Vorbestellung mitbringen.

S wie Seife, natürlich aus Olivenöl! Unsere Herstellerin, eine ehemalige Opernsängerin (!), liebt es biologisch und vegan. Daher ist diese Seife in Wellenform im schönen Umkarton nicht nur ein ideales Geschenk, sondern auch extrem haut- und umweltfreundlich.

S wie Schachtel, mit Oliven-Papier und olivigem Inhalt. In der Erdinger Schachtelwerkstatt haben wir diese schönen Schachteln maßfertigen lassen. Nur noch wenige Exemplare, denn das Papier aus Florenz gibt es nicht mehr!

T wie Tee. Unseren Olivenblätter-Tee nennen wir auch den Energiespender, weil die von meiner 88-jährigen Mama gezupften und gehäckselten Blätter den Stoffwechsel ankurbeln und so manchen Espresso ersetzen. Im Sommer herrlich erfrischend kalt mit Zitrone und Honig.

T wie Tomaten. Unser Obst-und Gemüsebauer Sergio, von dem wir auch den Vino Cotto beziehen, packt seine frischen Tomaten geschält ins Glas. Daraus entsteht die leckerste Pasta-Sauce, die man sich vorstellen kann. Ganz ohne Konservierungs- und Farbstoffe!

V wie Vino Cotto. Gekochter Wein? Ja, ein Süßwein à la Marsala, den Sergio und seine Frau wie in einer alten Hexenküche brauen. Die Prozedur ist ähnlich wie beim Aceto Balsamico. Abgefüllt ist er in einer bauchigen „Stroh-Flasche“, wie man ihn früher vom Chianti kennt. Ein schönes Geschenk für Süßmäuler!

Z wie Zitronen-Marmelade. Keine Frage, dass nicht alle unsere Zitronen in den Limoncello wandern. Michaels Marmeladen-Manufaktur hat auch diese verarbeitet und ins Glas gepackt.

Wer nun Lust bekommen hat: Einfach eine Mail schreiben an info@oliopiceno.de. Die Produktliste mit den Preisen maile ich gern. Und dann kommt postwendend Ihr Genuss-Paket ins Haus.

 

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Hitze des Südens – gut gegen die Olivenfliege

Wir schwitzen vor uns hin – und sind guter Dinge! Ja, es ist heiß bei uns in den Marken jetzt im Juli, weit über 30 Grad steigt das Außenthermometer in der Sonne. Und das heißt für unsere Oliven: Ruhe vor der Olivenfliege! Denn der ist es auch zu heiß. Gut so! Zur Sicherheit hat Giacomo schon die biologischen Pheromon-Fallen besorgt, die wir bei unserer Abfahrt in die Bäume hängen werden. Sicher ist sicher. Auch hier hat es noch vor wenigen Wochen mehr geregnet als üblich. Alles ist etwas später dran.

Neu: Unser Film dazu auf YouTube und hier unter „Filme“.

Frühmorgens habe ich die Feigen vom Baum gepflückt, am Nachmittag hat Michael Feigenmarmelade draus gemacht!

Frühmorgens habe ich die Feigen vom Baum gepflückt, am Nachmittag hat Michael Feigenmarmelade draus gemacht!

Aber glücklicherweise sind schon etliche Feigen reif – Zeit, sie morgens für den Obstsalat frisch vom Baum zu pflücken und dann superleckere Feigenmarmelade daraus zu machen – die von Michael ist wirklich die allerbeste!

Gut ist die Hitze auch für unsere Olivenblätter. Körbeweise haben die klein geschnittenen Äste im dunklen Stall gelagert, nun sind sie so trocken, dass sie zu Olivenblätter-Tee verarbeitet werden können. Meine Mama ist dafür (nein, nicht nur dafür!) aus Berlin eingeflogen und ist fleißig am Zupfen, Häckseln, Abwiegen und Abpacken.

Ein letztes Mal in diesem Jahr werden wir auch Olivenöl-Nachschub holen. Vielleicht verkaufen wir nicht alle unsere Vorräte bis zur nächsten Ernte im Oktober. Aber uns wäre wichtig, im nächsten Jahr bei unseren Olivenölschul-Abenden zeigen zu können, dass handwerklich ehrlich produziertes Olivenöl richtig gelagert (dunkel, Kellertemperatur ca. 14 Grad) lange hält – und auch lange seinen Geschmack bewahrt! Es wird zwar mit der Zeit etwas milder, weil die charakteristischen Bitterstoffe sich verflüchtigen. Aber sein fruchtiges Aroma bleibt.

Senioren-Arbeit: Mama zupft Blätter für unseren gesunden Olivenblätter-Tee auf unserer Terrasse.

Senioren-Arbeit: Mama zupft Blätter für unseren gesunden Olivenblätter-Tee auf unserer Terrasse.

Gelegenheit, das selbst zu erfahren, bietet sich am 20. oder 21. Januar bzw. am 17. oder 18. Februar 2017 in Berlin, in der Bio-Kochschule Friedrich. Natürlich werden wir da auch unseren Olio Tè ausschenken.

Für unsere letzte Olivenölschule in diesem Jahr in München, am Mittwoch, 28. September, bringen wir u. a. Vino Cotto von Sergio mit (damit backe ich ja diesen herrlichen Biskuitkuchen mit Olivenöl), Olive Ascolane von Metzgerin Carolina nach ihrem unnachahmlichen Rezept (werden natürlich eingefroren), das marchegianische Rind von Tizianos Metzger-Onkel (wird eingeschweißt und eingefroren), frisch produzierten Limoncello – und unsere sonstigen Leckereien.

Sonnengelbe Sommerverführung: unser Limoncello aus eigenen Bio-Zitronen!

Sonnengelbe Sommerverführung: unser Limoncello aus eigenen Bio-Zitronen!

An dieser Stelle noch ein Sommer-Tipp: Ireneo hat uns kurz vor seiner Abreise in die Abruzzen noch einmal Nachschub seines Limonolio geliefert. Diese zitronige Köstlichkeit darf man auf keinen Fall versäumen – ideal auf Fisch, Salat oder auf Vanilleeis! Dazu passend meine aktuelle Lektüre: „Die Eismacher“ von Ernest van der Kwast.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern dieses Blogs einen tollen Sommer mit viel gesundem Olivenöl!

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Merkmale für gutes Olivenöl – 3. Olivenölschule am 28. September in München

Die Olivenölschule by Olio Piceno geht in die Sommerpause! Am 28. September sind wir noch einmal im Münchner Kochstudio Bilou, danach dann zur Olivenernte im Oktober in den Marken. Und am 13. November laden wir zu unserem großen Olivenöl-Erntedankfest auf Schloss Aufhausen bei Erding. Save the date!

Ja, mit Olivenöl kann man backen und braten!

Ja, mit Olivenöl kann man backen und braten!

Mit unseren Schülern haben wir nicht nur gekocht, gelacht und geschlemmt, sondern auch die Testsieger der letzten Monate (Stiftung Warentest, Feinschmecker) blind verkostet und müssen feststellen: Sie haben uns überhaupt nicht überzeugen können! Vor allem die bei diesen Tests hochgelobten Spanier sind uns viel zu bitter, zu unausgewogen – und dann noch doppelt so teuer wie unser Olivenöl!

Pasta Alfredo - nur mit Olivenöl, Parmesan, Pasta-Kochwasser und Petersilie

Pasta Alfredo – nur mit Olivenöl, Parmesan, Pasta-Kochwasser und Petersilie

Wir sind natürlich Italien-Fans. Aber auch der sizilianische Feinschmecker-Testsieger hat es bei uns nicht „aufs Treppchen“ geschafft. Dafür möchte ich an dieser Stelle einen Roman empfehlen, der auf Sizilien spielt und einen wunderbaren bajuwarisch-italienischen Stil pflegt: Die Rede ist vom zweiten Tante Poldi-Roman von Mario Giordano, Titel: „Tante Poldi und die Früchte des Herrn“. Olivenöl kommt kaum vor, dafür ist das bei Lübbe erschienene Buch ein herrlich-süffisanter Krimi im Weinberg, der mir als Nicht-Krimi-Fan total Spaß macht – wegen der kuriosen Titelheldin Poldi (über 60 und allen leiblichen Genüssen sehr zugetan), wegen seiner originellen Sprach-Girlanden und der sizilianischen Lebensfreude am Zubereiten frischer Lebensmittel!

Die nebenstehenden Pasta Alfredo werden im Original mit Butter zubereitet. Klar, dass wir Olivenöl nehmen! Damit unsere Blog-Leser auch ein bisschen von der Olivenölschule profitieren, hier die von uns zusammengestellten 10 Merkmale für gutes Olivenöl:

  1. Angabe des Erntezeitpunkts auf der Flasche; Mindesthaltbarkeit 18 Monate – wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Etikett steht, kann man zurückrechnen.
  2. Angabe der regionalen Herkunft („aus EU-Ländern“ ist ein sicheres Zeichen für Gepansche)
  3. Ernteart manuell. Nur schonende Handernte garantiert, dass das Olivenöl aus unverletzten Oliven gewonnen wurde.
  4. Verarbeitung der Oliven am selben Tag (nur das garantiert, dass noch kein zersetzender Oxidationsprozess eingesetzt hat; fermentierte Oliven sind verdorben und haben keine gesunden Polyphenole mehr).
  5. Dunkle Flasche. Licht ist ein natürlicher Feind des Olivenöls. Helle Flaschen, die das Siegel UV-undurchlässig tragen, sind auch zulässig, aber selten zu finden. Umkarton ist auch eine Lösung.
  6. Fruchtigkeit (in der Nase)
  7. Bitterkeit (am Gaumen)
  8. Schärfe (beim Schlucken). Die Punkte 6, 7 und 8 zusammen sollten harmonisch ausbalanciert sein – und das sollte man als angenehm schmecken und genießen!
  9. Fairer Preis, d. h. pro Liter rund 20 Euro. Niedrigere Preise deuten auf industriell hergestelltes Olivenöl hin, wobei umgekehrt ein exorbitant hoher Preis keine Garantie für ein tolles Öl ist. Aber zum Überleben brauchen die kleinen Olivenbauern, die sich das ganze Jahr um die Pflege ihres Olivenhains kümmern, und die mühevolle Handernte praktizieren diesen fairen Preis.
  10. Angabe der Olivenmühle: höchstmögliche Transparenz! Nur bei Olio Piceno!
Ein paar Flaschen Olio Piceno haben wir noch - aber nicht mehr lange...

Ein paar Flaschen Olio Piceno haben wir noch – aber nicht mehr lange…

Und schließlich noch unser kleiner Olivenöl-Sprachunterricht:

Deutsch: Olivenöl nativ extra (oder Extra natives Olivenöl); extra bedeutet „naturbelassen“

Italienisch: Olio d`oliva extra vergine (vergine = jungfräulich)

Spanisch:  Aceite de oliva virgen extra

Französisch: Huile d`olive extra vierge

Englisch: Extra virgin olive oil

Griechisch: Éxtra parthéno elaiólado

Mein lieber Mann, der mal Altgriechisch gelernt hat, konnte das sogar in griechischer Schrift auf die Tafel schreiben! Nur gut, dass wir unser Haus in den italienischen Marken haben….

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Olivenölschul-Premiere gelungen – Noch wenige Plätze am 22. Juni frei!

Die Premiere hatte Überlänge! Wir haben so viele Gänge aufgetischt, dass die Teilnehmer unserer ersten Olivenölschule in München gut gelaunt und voll gegessen erst nach Mitternacht das Kochstudio Bilou in der Schrenkstr. 13 verlassen haben. Glücklicherweise war am nächsten Tag Feiertag in Bayern! Wir geloben Besserung – obwohl eine begeisterte Teilnehmerin ganz euphorisch geschrieben hat: „Um ehrlich zu sein kann ich mir eigentlich nicht vorstellen warum und wie man den Ablauf eurer Veranstaltung verbessern sollte oder könnte. Ich habe jede Minute genossen. Sinnvoll wäre allerdings schon, wenn man so ein richtig mieses Olivenöl verkosten müsste. Macht aber auch nicht wirklich gute Laune.“

Michael kocht, Heidi bäckt - wir beide wecken die Leidenschaft für Olivenöl!

Michael kocht, Heidi bäckt – wir beide wecken die Leidenschaft für Olivenöl!

Für den sogenannten „Referenz-Geschmack“ werden wir aber tatsächlich bei unserem zweiten Termin am Mittwoch, 22. Juni, ein billiges Olivenöl aus dem Supermarkt dabei haben – da genießt man dann die echten, handwerklich produzierten Olivenöle umso mehr! Und wir werden um 19 Uhr anfangen, damit wir um 23 Uhr wirklich „Schulschluss“ machen können. Besonders interessant war für die Teilnehmer, wie gut man mit Olivenöl backen kann, wie das Konfieren geht und wie toll Vanilleeis mit Limonolio schmeckt!

Insgesamt sechs verschiedene Olivenöle wurden getestet - mit Auswertungsbogen.

Insgesamt sechs verschiedene Olivenöle wurden getestet – mit Auswertungsbogen.

Die verkosteten Olivenöle standen den ganzen Abend bereit, um sie auf Gemüse, Fisch und Fleisch erneut einer Geschmacksprüfung zu unterziehen. Fazit: Man sollte ruhig drei verschiedene Olivenöle in der Küche haben – ein milderes für Fisch und Kuchen, ein fruchtig-charaktervolles für Salate oder Mozzarella, ein eher bitter-scharfes zu Fleisch. Natürlich verkosten wir nur Olivenöle der Ernte 2015/2016. So haben wir gerade in den Galeries Lafayette in Berlin ein französisches Olivenöl gekauft. Wir sind selbst gespannt…

Wer durch diesen Blog oder dank unseres Olivenöls neugierig auf die Marken geworden ist, dem empfehle ich das aktuelle Slow Food-Magazin (Ausgabe 3, Juni/Juli). Auf den Seiten 31 bis 33 schreibt unsere Freundin Rozsika Farkas unter dem Titel „Paradies zu entdecken“ eine kulinarische Hymne auf unsere Zweitheimat-Region. Und wer ist abgebildet? Tiziano, einer unserer Bio-Olivenbauern und der italienische Meister des Olivenbaumschnitts, den ich auch in meinem Buch „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“ porträtiere.

Erst in der Hand erwärmen, dann riechen, schlürfen und schlucken.

Erst in der Hand erwärmen, dann riechen, schlürfen und schlucken.

Noch eine „Lesefrucht“: In der Süddeutschen Zeitung vom 21./22. Mai wurden Spaghetti getestet. Sieger: De Cecco! Die werden in unserer Nachbarregion Abruzzen hergestellt und haben angenehmerweise den Weg in deutsche Supermärkte gefunden. Das haben die Maccheroncini di Campofilone aus dem marchegianischen Pasta-Ort Campofilone noch nicht. Dabei sind diese nur zwei Minuten Garzeit benötigenden superfeinen Eiernudeln ein Gedicht! Aber das können Interessenten ja gern bei unserer nächsten Olivenölschule am 22. Juni erfahren. Es sind noch wenige Plätze frei! Anmeldung unter info@oliopiceno.de. Wir freuen uns auf viele Genuss-Freunde der „Cucina di Trattoria“, der ländlich-einfachen und dafür umso schmackhafteren Küche, die nur Olivenöl verwendet!

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