Hitze des Südens – gut gegen die Olivenfliege

Wir schwitzen vor uns hin – und sind guter Dinge! Ja, es ist heiß bei uns in den Marken jetzt im Juli, weit über 30 Grad steigt das Außenthermometer in der Sonne. Und das heißt für unsere Oliven: Ruhe vor der Olivenfliege! Denn der ist es auch zu heiß. Gut so! Zur Sicherheit hat Giacomo schon die biologischen Pheromon-Fallen besorgt, die wir bei unserer Abfahrt in die Bäume hängen werden. Sicher ist sicher. Auch hier hat es noch vor wenigen Wochen mehr geregnet als üblich. Alles ist etwas später dran.

Neu: Unser Film dazu auf YouTube und hier unter „Filme“.

Frühmorgens habe ich die Feigen vom Baum gepflückt, am Nachmittag hat Michael Feigenmarmelade draus gemacht!

Frühmorgens habe ich die Feigen vom Baum gepflückt, am Nachmittag hat Michael Feigenmarmelade draus gemacht!

Aber glücklicherweise sind schon etliche Feigen reif – Zeit, sie morgens für den Obstsalat frisch vom Baum zu pflücken und dann superleckere Feigenmarmelade daraus zu machen – die von Michael ist wirklich die allerbeste!

Gut ist die Hitze auch für unsere Olivenblätter. Körbeweise haben die klein geschnittenen Äste im dunklen Stall gelagert, nun sind sie so trocken, dass sie zu Olivenblätter-Tee verarbeitet werden können. Meine Mama ist dafür (nein, nicht nur dafür!) aus Berlin eingeflogen und ist fleißig am Zupfen, Häckseln, Abwiegen und Abpacken.

Ein letztes Mal in diesem Jahr werden wir auch Olivenöl-Nachschub holen. Vielleicht verkaufen wir nicht alle unsere Vorräte bis zur nächsten Ernte im Oktober. Aber uns wäre wichtig, im nächsten Jahr bei unseren Olivenölschul-Abenden zeigen zu können, dass handwerklich ehrlich produziertes Olivenöl richtig gelagert (dunkel, Kellertemperatur ca. 14 Grad) lange hält – und auch lange seinen Geschmack bewahrt! Es wird zwar mit der Zeit etwas milder, weil die charakteristischen Bitterstoffe sich verflüchtigen. Aber sein fruchtiges Aroma bleibt.

Senioren-Arbeit: Mama zupft Blätter für unseren gesunden Olivenblätter-Tee auf unserer Terrasse.

Senioren-Arbeit: Mama zupft Blätter für unseren gesunden Olivenblätter-Tee auf unserer Terrasse.

Gelegenheit, das selbst zu erfahren, bietet sich am 20. oder 21. Januar bzw. am 17. oder 18. Februar 2017 in Berlin, in der Bio-Kochschule Friedrich. Natürlich werden wir da auch unseren Olio Tè ausschenken.

Für unsere letzte Olivenölschule in diesem Jahr in München, am Mittwoch, 28. September, bringen wir u. a. Vino Cotto von Sergio mit (damit backe ich ja diesen herrlichen Biskuitkuchen mit Olivenöl), Olive Ascolane von Metzgerin Carolina nach ihrem unnachahmlichen Rezept (werden natürlich eingefroren), das marchegianische Rind von Tizianos Metzger-Onkel (wird eingeschweißt und eingefroren), frisch produzierten Limoncello – und unsere sonstigen Leckereien.

Sonnengelbe Sommerverführung: unser Limoncello aus eigenen Bio-Zitronen!

Sonnengelbe Sommerverführung: unser Limoncello aus eigenen Bio-Zitronen!

An dieser Stelle noch ein Sommer-Tipp: Ireneo hat uns kurz vor seiner Abreise in die Abruzzen noch einmal Nachschub seines Limonolio geliefert. Diese zitronige Köstlichkeit darf man auf keinen Fall versäumen – ideal auf Fisch, Salat oder auf Vanilleeis! Dazu passend meine aktuelle Lektüre: „Die Eismacher“ von Ernest van der Kwast.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern dieses Blogs einen tollen Sommer mit viel gesundem Olivenöl!

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Merkmale für gutes Olivenöl – 3. Olivenölschule am 28. September in München

Die Olivenölschule by Olio Piceno geht in die Sommerpause! Am 28. September sind wir noch einmal im Münchner Kochstudio Bilou, danach dann zur Olivenernte im Oktober in den Marken. Und am 13. November laden wir zu unserem großen Olivenöl-Erntedankfest auf Schloss Aufhausen bei Erding. Save the date!

Ja, mit Olivenöl kann man backen und braten!

Ja, mit Olivenöl kann man backen und braten!

Mit unseren Schülern haben wir nicht nur gekocht, gelacht und geschlemmt, sondern auch die Testsieger der letzten Monate (Stiftung Warentest, Feinschmecker) blind verkostet und müssen feststellen: Sie haben uns überhaupt nicht überzeugen können! Vor allem die bei diesen Tests hochgelobten Spanier sind uns viel zu bitter, zu unausgewogen – und dann noch doppelt so teuer wie unser Olivenöl!

Pasta Alfredo - nur mit Olivenöl, Parmesan, Pasta-Kochwasser und Petersilie

Pasta Alfredo – nur mit Olivenöl, Parmesan, Pasta-Kochwasser und Petersilie

Wir sind natürlich Italien-Fans. Aber auch der sizilianische Feinschmecker-Testsieger hat es bei uns nicht „aufs Treppchen“ geschafft. Dafür möchte ich an dieser Stelle einen Roman empfehlen, der auf Sizilien spielt und einen wunderbaren bajuwarisch-italienischen Stil pflegt: Die Rede ist vom zweiten Tante Poldi-Roman von Mario Giordano, Titel: „Tante Poldi und die Früchte des Herrn“. Olivenöl kommt kaum vor, dafür ist das bei Lübbe erschienene Buch ein herrlich-süffisanter Krimi im Weinberg, der mir als Nicht-Krimi-Fan total Spaß macht – wegen der kuriosen Titelheldin Poldi (über 60 und allen leiblichen Genüssen sehr zugetan), wegen seiner originellen Sprach-Girlanden und der sizilianischen Lebensfreude am Zubereiten frischer Lebensmittel!

Die nebenstehenden Pasta Alfredo werden im Original mit Butter zubereitet. Klar, dass wir Olivenöl nehmen! Damit unsere Blog-Leser auch ein bisschen von der Olivenölschule profitieren, hier die von uns zusammengestellten 10 Merkmale für gutes Olivenöl:

  1. Angabe des Erntezeitpunkts auf der Flasche; Mindesthaltbarkeit 18 Monate – wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Etikett steht, kann man zurückrechnen.
  2. Angabe der regionalen Herkunft („aus EU-Ländern“ ist ein sicheres Zeichen für Gepansche)
  3. Ernteart manuell. Nur schonende Handernte garantiert, dass das Olivenöl aus unverletzten Oliven gewonnen wurde.
  4. Verarbeitung der Oliven am selben Tag (nur das garantiert, dass noch kein zersetzender Oxidationsprozess eingesetzt hat; fermentierte Oliven sind verdorben und haben keine gesunden Polyphenole mehr).
  5. Dunkle Flasche. Licht ist ein natürlicher Feind des Olivenöls. Helle Flaschen, die das Siegel UV-undurchlässig tragen, sind auch zulässig, aber selten zu finden. Umkarton ist auch eine Lösung.
  6. Fruchtigkeit (in der Nase)
  7. Bitterkeit (am Gaumen)
  8. Schärfe (beim Schlucken). Die Punkte 6, 7 und 8 zusammen sollten harmonisch ausbalanciert sein – und das sollte man als angenehm schmecken und genießen!
  9. Fairer Preis, d. h. pro Liter rund 20 Euro. Niedrigere Preise deuten auf industriell hergestelltes Olivenöl hin, wobei umgekehrt ein exorbitant hoher Preis keine Garantie für ein tolles Öl ist. Aber zum Überleben brauchen die kleinen Olivenbauern, die sich das ganze Jahr um die Pflege ihres Olivenhains kümmern, und die mühevolle Handernte praktizieren diesen fairen Preis.
  10. Angabe der Olivenmühle: höchstmögliche Transparenz! Nur bei Olio Piceno!
Ein paar Flaschen Olio Piceno haben wir noch - aber nicht mehr lange...

Ein paar Flaschen Olio Piceno haben wir noch – aber nicht mehr lange…

Und schließlich noch unser kleiner Olivenöl-Sprachunterricht:

Deutsch: Olivenöl nativ extra (oder Extra natives Olivenöl); extra bedeutet „naturbelassen“

Italienisch: Olio d`oliva extra vergine (vergine = jungfräulich)

Spanisch:  Aceite de oliva virgen extra

Französisch: Huile d`olive extra vierge

Englisch: Extra virgin olive oil

Griechisch: Éxtra parthéno elaiólado

Mein lieber Mann, der mal Altgriechisch gelernt hat, konnte das sogar in griechischer Schrift auf die Tafel schreiben! Nur gut, dass wir unser Haus in den italienischen Marken haben….

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Olivenölschul-Premiere gelungen – Noch wenige Plätze am 22. Juni frei!

Die Premiere hatte Überlänge! Wir haben so viele Gänge aufgetischt, dass die Teilnehmer unserer ersten Olivenölschule in München gut gelaunt und voll gegessen erst nach Mitternacht das Kochstudio Bilou in der Schrenkstr. 13 verlassen haben. Glücklicherweise war am nächsten Tag Feiertag in Bayern! Wir geloben Besserung – obwohl eine begeisterte Teilnehmerin ganz euphorisch geschrieben hat: „Um ehrlich zu sein kann ich mir eigentlich nicht vorstellen warum und wie man den Ablauf eurer Veranstaltung verbessern sollte oder könnte. Ich habe jede Minute genossen. Sinnvoll wäre allerdings schon, wenn man so ein richtig mieses Olivenöl verkosten müsste. Macht aber auch nicht wirklich gute Laune.“

Michael kocht, Heidi bäckt - wir beide wecken die Leidenschaft für Olivenöl!

Michael kocht, Heidi bäckt – wir beide wecken die Leidenschaft für Olivenöl!

Für den sogenannten „Referenz-Geschmack“ werden wir aber tatsächlich bei unserem zweiten Termin am Mittwoch, 22. Juni, ein billiges Olivenöl aus dem Supermarkt dabei haben – da genießt man dann die echten, handwerklich produzierten Olivenöle umso mehr! Und wir werden um 19 Uhr anfangen, damit wir um 23 Uhr wirklich „Schulschluss“ machen können. Besonders interessant war für die Teilnehmer, wie gut man mit Olivenöl backen kann, wie das Konfieren geht und wie toll Vanilleeis mit Limonolio schmeckt!

Insgesamt sechs verschiedene Olivenöle wurden getestet - mit Auswertungsbogen.

Insgesamt sechs verschiedene Olivenöle wurden getestet – mit Auswertungsbogen.

Die verkosteten Olivenöle standen den ganzen Abend bereit, um sie auf Gemüse, Fisch und Fleisch erneut einer Geschmacksprüfung zu unterziehen. Fazit: Man sollte ruhig drei verschiedene Olivenöle in der Küche haben – ein milderes für Fisch und Kuchen, ein fruchtig-charaktervolles für Salate oder Mozzarella, ein eher bitter-scharfes zu Fleisch. Natürlich verkosten wir nur Olivenöle der Ernte 2015/2016. So haben wir gerade in den Galeries Lafayette in Berlin ein französisches Olivenöl gekauft. Wir sind selbst gespannt…

Wer durch diesen Blog oder dank unseres Olivenöls neugierig auf die Marken geworden ist, dem empfehle ich das aktuelle Slow Food-Magazin (Ausgabe 3, Juni/Juli). Auf den Seiten 31 bis 33 schreibt unsere Freundin Rozsika Farkas unter dem Titel „Paradies zu entdecken“ eine kulinarische Hymne auf unsere Zweitheimat-Region. Und wer ist abgebildet? Tiziano, einer unserer Bio-Olivenbauern und der italienische Meister des Olivenbaumschnitts, den ich auch in meinem Buch „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“ porträtiere.

Erst in der Hand erwärmen, dann riechen, schlürfen und schlucken.

Erst in der Hand erwärmen, dann riechen, schlürfen und schlucken.

Noch eine „Lesefrucht“: In der Süddeutschen Zeitung vom 21./22. Mai wurden Spaghetti getestet. Sieger: De Cecco! Die werden in unserer Nachbarregion Abruzzen hergestellt und haben angenehmerweise den Weg in deutsche Supermärkte gefunden. Das haben die Maccheroncini di Campofilone aus dem marchegianischen Pasta-Ort Campofilone noch nicht. Dabei sind diese nur zwei Minuten Garzeit benötigenden superfeinen Eiernudeln ein Gedicht! Aber das können Interessenten ja gern bei unserer nächsten Olivenölschule am 22. Juni erfahren. Es sind noch wenige Plätze frei! Anmeldung unter info@oliopiceno.de. Wir freuen uns auf viele Genuss-Freunde der „Cucina di Trattoria“, der ländlich-einfachen und dafür umso schmackhafteren Küche, die nur Olivenöl verwendet!

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Oliven-Früchtchen, Limonolio – und erster Olivenöschul-Abend naht!

Wir sind wieder in den Marken und begutachten unseren Olivenhain: Giacomo hat das Gelände unter den Bäumen prachtvoll gepflegt, d. h. er hat das mannshohe Unkraut gemäht und gehäckselt – und er hat erstmals seitdem wir den Hain besitzen, 2008, gedüngt!

Der Boden ist gedüngt, nun darf auch dieses Bäumchen wachsen...

Der Boden ist gedüngt, nun darf auch dieses Bäumchen wachsen…

Bei unserem letzten Aufenthalt haben wir nämlich unseren Oliven-Meister-Tiziano gebeten, eine Bodenprobe zu nehmen und zur Analyse einzuschicken an die Assam (Agenzia Servizi Settore Agroalimentare delle Marche), unsere landwirtschaftliche Vereinigung, die uns auch immer rechtzeitig vor der Olivenfliege und sonstigen klimatischen Unbillen warnt. Das Ergebnis: Unserem Boden fehlt tierischer Dung, der früher ganz natürlich dort landete, weil die Bauern den Mist ihrer Rinder dort entsorgt haben. Leider muss man das heute zukaufen. 

Wenn ich groß bin, werde ich Olive...

    Wenn ich groß bin, werde ich Olive…

Allem Anschein nach mögen die Olivenbäume diese Nahrungszufuhr: Die Oliven-Früchtchen hängen zahlreich an den Bäumen, wenn auch die Anzahl dieser stecknadelkopfkleinen Olivchen nicht sehr viel darüber aussagt, wie die Ernte werden wird. Zu viele Unwägbarkeiten drohen noch. Hinfort ist unsere Naivität von früher, dass die Natur das schon alles richten wird. Inzwischen sind wir schlauer – und besorgter geworden. Wenngleich wir mit solchen Katastrophen wie derzeit in Kanada wohl nicht zu rechnen brauchen. Umso mehr freuen wir uns, dass unser Bio-Nachbarbauer Tony uns seine letzten 50 Liter der letzten sehr guten Ernte aufgehoben hat, damit wir sie nach Deutschland bringen können. Also: Für Nachschub ist gesorgt!

Zitrone meets scharfe Paprika - Limonolio e olio al peperoncino

Zitrone meets scharfe Paprika – Limonolio e olio al peperoncino

Nachschub hat uns auch Ireneo Tucci geliefert: Frisch abgefüllt, mit neuem Etikett versehen wartet sein wundervolles Limonolio der Ernte Ende 2015 in unserem kühlen Keller auf Käufer. Wir können diesen zitronigen Sonnenschein nur wieder wärmstens empfehlen, denn schließlich wissen wir, wie dieses Öl produziert wird: Hier wird nicht nachträglich aromatisiert, sondern die ersten sizilianischen Zitronen wandern in die letzte Olivenpressung, so dass sich die Fruchtpulpe so richtig miteinander vermischt und ein harmonisches Sommeröl ergibt, das so manchen Salat oder Fisch veredelt! Mitbringen werden wir auch noch einmal die kleinen 250ml-Flaschen unseres scharfen Olio al peperoncino, das genauso hergestellt wird.

Wie man Unterschiede schmeckt und wie man mit den verschiedenen Olivenölen bäckt (ja!), kocht, brät, würzt und verfeinert – das zeigen wir bei unserem ersten Olivenöl-Schulabend am 25. Mai im Münchner Kochstudio Bilou. Wir sind elf Teilnehmer, so dass jeder wirklich etwas von den Degustationen und dem gemeinsamen Kochen haben wird. Für den zweiten Abend am 22. Juni (s. Menüpunkt Olivenöl-Schule auf dieser Seite) nehmen wir gern noch Anmeldungen an: info@oliopiceno.de. Kleine Vorfreude: Wir haben grasgrüne Latzschürzen gekauft, die wir mit dem Olivenölschul-Schriftzug besticken lassen. Man kann sie nach dem Abend natürlich gern auch erwerben. In diesem Sinne: Tanti saluti dalle Marche!

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Seife, Slow, Schnitt, Schloss, Schule – facciamo una S, ein S aus Olivenöl in der Suppe

Ein S aus Olivenöl in der Suppe? Ja, so lernen es die Kinder in Italien, um ihre ribollita, diesen Bohnen-Gemüse-Brot-Eintopf, geschmacklich zu verfeinern! „Facciamo una S„. Ein idealer Einstieg für unsere Olivenölschule, bei der es ja auch darum geht, praktisch zu erleben, wie Olivenöl verschiedenen Gerichten (wir kochen ein 4-Gänge-Menü!) den letzten Kick zu geben. Am 25. Mai geht`s in München im Kochstudio Bilou los, man kann uns aber auch buchen!

Seit ein paar Tagen sind wir wieder aus den Marken zurück und haben diesmal nur leichtes Gepäck dabei gehabt: Olivenöl-Seife! Nachdem ich ein Stück von Biolalou mal an meine liebe Freundin Susanne verschenkt habe und diese ganz begeistert war („Endlich etwas für meine empfindliche Haut!“), habe ich Kontakt mit der Herstellerin in Osimo aufgenommen und gleich 12 Stück gekauft. Wir trafen uns in unserer neuen Enoteca in Cupra Marittima, und da hat mir Rita erzählt, dass sie eigentlich Opernsängerin ist, aber nun seit einigen Jahren ihre Leidenschaft für Naturprodukte zum zweiten Standbein gemacht hat, nachdem es mit der Kultur in Italien gerade nicht so prickelnd läuft.

Bio, vegan, anti-aging: handgefertigte Olivenöl-Seife

Bio, vegan, anti-aging: handgefertigte Olivenöl-Seife aus den Marken

All ihre Seifen sind handgemacht, bio und vegan! Kommen also ohne Rindertalg aus oder was sonst so zu Seife verarbeitet wird… Unsere ist mit ätherischen Ingwer- und Zimtölen verfeinert. In meinem Buch „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“ gibt es auch ein Kapitel mit Geschenktipps, in dem ich die Vorteile von Seife aus Olivenöl beschreibe. Ich zitiere mich mal selbst: „Olivenöl ist ideal für die Haut: Es enthält sehr viel Vitamin E, das die Haut mit Sauerstoff versorgt und dadurch ihren Alterungsprozess (Faltenbildung!) verlangsamt. Das Oleuropein im Olivenöl regt die Zellerneuerung an, und das Enzym Elastase sorgt für Spannkraft. Olivenseife reinigt ohne auszutrocknen, weil ihre Inhaltsstoffe den Fettmantel der Haut aufbauen.“ Positiver Nebeneffekt: Wir sparen Plastik, weil wir in Zukunft auf Duschgele verzichten!

Ansonsten waren wir nicht ganz so vegan unterwegs, weil wir unsere Freundin Rozsika Farkas u. a. zu den weißen marchigianischen Rindern geführt haben und danach in unseren Lieblings-Agriturismo La Contrada bei Grottammare, wo dieses köstliche Rindfleisch auf dem Lavastein nur mit Meersalz serviert wird.

Das weiße marchigianische Rind darf draußen weiden.

Das weiße marchigianische Rind darf draußen weiden.

Nachzulesen wird das alles im Mai-Heft des Slow Food-Magazins sein, weil unsere Tour, u. a. auch durch die Weingüter Le Caniette und Oasi degli Angeli (ja, Engelsoase!), Stoff für einen Artikel über die Marken war. Berichtet habe ich darüber auch auf Facebook, denn ja, wegen unserer Olivenölschule by Olio Piceno  habe ich nun meine Abneigung überwunden und bin recht begeistert, was ich dort so erfahre.

Natürlich waren wir auch wegen unserer Olivenbäume in den Marken, die von Giacomo und Valerio ihren letzten Schnitt bekommen haben. Die beiden haben ja einen „Corso di potatura“, einen Baumschnitt-Kurs besucht und sind nun überzeugte Anhänger des modernen Schnitts „vaso policonico“, was so viel wie mehrkegeliges Gefäß bedeutet. Sinn des Ganzen: mehr Luft und Licht für den Baum, damit hoffentlich mehr Früchte und einen höheren, gleichmäßigen Ertrag.

Der 19-jährige Valerio hat den richtigen Baumschnitt gerade gelernt.

Der 19-jährige Valerio hat den richtigen Baumschnitt gerade gelernt.

Wichtiger Nebeneffekt: Beschnittene Bäume sind leichter zu ernten. Jetzt kann die Baumblüte kommen! Wussten Sie übrigens, dass 100 Blüten nur eine bis drei Oliven ergeben? Und um gleich noch eine immer wiederkehrende Frage zu beantworten: Wenn ein Baum 100 kg Oliven liefert, dann ist das sehr sehr viel! Oft sind es nur 20 bis 40 kg. Und der Olivenöl-Ertrag ist im Schnitt 10 bis 15 Prozent, d. h. dass ein Baum nur zwei bis höchstens 15 Liter Olivenöl liefert!

Im Hinblick auf den Start unserer Olivenölschule am 25. Mai sind wir selbst dabei, unsere Geschmacksnerven weiterhin zu schulen. Allen Teilnehmern können wir jetzt schon verraten: Für die Degustation haben wir uns in Unkosten gestürzt und ein absolut rares Produkt gekauft, nämlich ein im August (!) produziertes Olivenöl! Wer so früh erntet wie Marco und Eleonora, der weiß, dass er nur einen Ertrag von drei Prozent (!) erzielt, aber damit ein grasgrünes Olivenöl, das nur so vor gesunden Polyphenolen und Antioxidantien strotzt! Außerdem haben wir den spanischen Sieger des Stiftung Warentests gekauft, der übrigens doppelt so teuer ist wie unser eigenes Olivenöl, und festgestellt: schrecklich bitter! Da fehlt unserer Meinung nach absolut die Harmonie aus Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe, die ein sensorisch gutes Olivenöl ausmachen sollte. Aber das können Sie alles selbst beurteilen lernen! Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen – s. auch unser Menü-Punkt zur Olivenölschule.

Und nicht vergessen: Am Samstag, 23. April, halten Michael und ich um 15 Uhr einen Olivenöl-Vortrag auf dem Gartenfest Schloss Amerang (im schönen Lambergsaal) – natürlich auch inklusive Degustation.

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Neu: Olivenölschule by Olio Piceno in München – mittwochs 25. Mai, 22. Juni, 21. September

Was Sie schon immer über Olivenöl wissen wollten – jetzt erfahren Sie es praktisch und authentisch. Denn erstmals in diesem Jahr laden die Olivenöl-Experten Heidi Rauch und Michael Konitzer zur lehrreich-genussvollen Degustation ins Münchner Kochstudio Bilou: Startschuss der „Olivenölschule by Olio Piceno“ ist am Mittwoch, 25. Mai. Anmeldungen bitte per Mail an info@oliopiceno.de.

Olivenöl ist buchstäblich in aller Munde – leider auch immer wieder wegen Fälschungen und Panschereien. Worauf kann man sich als Verbraucher noch verlassen? Am besten auf seine eigenen Geschmacksnerven! Die können nun in der neuen „Olivenölschule by Olio Piceno“ im Münchner Bilou Kochstudio, Schwanthalerhöhe, Schrenkstr. 13, geschult werden – und zwar genussvoll mit einem mediterranen 4-Gänge-Degustations-Menü, bestehend aus kalten und warmen Antipasti, Pasta, Fleisch oder Fisch und einem Dessert.

Die 15 bis maximal 25 Teilnehmer werden Olivenöle aus mindestens drei Ländern riechen, schmecken und unterscheiden lernen, dürfen mitkochen und natürlich mitessen. Auch die Anwendung von scharfem Peperoncino-Öl und zitronigem Limonolio wird „geübt“. Im Preis von 95 Euro ist außer dem 4-Gänge-Degustationsmenü ein kulinarisches Geschenk inbegriffen, außerdem Wasser, Weiß- und Rotwein aus den Marken – und zum Abschluss ein selbstgemachter, eisgekühlter Limoncello. Drei Mittwochstermine stehen 2016 zur Auswahl: 25. Mai, 22. Juni und 21. September, jeweils 19.30 bis 22 Uhr.

Saiblingsfilet mit Limonolio verfeinert - ein Gedicht!

Saiblingsfilet und Zucchini mit Limonolio verfeinert – ein Gedicht!

Verkostet werden verschiedene Olivenöle aus mindestens drei Ländern. Es geht darum, die wesentlichen Qualitätsmerkmale – Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe – zu erschmecken, um in Zukunft wirklich gutes von schlechtem Olivenöl unterscheiden zu können. Gemeinsam wird Olivenöl pur verkostet, ohne Brot – zum Neutralisieren der Geschmacksnerven gibt es nur Wasser und Apfelschnitze.

Danach geht es an den Herd, wo der kluge und geschmacksverstärkende Einsatz von verschiedenen Olivenölen beim Kochen, Braten und Verfeinern demonstriert wird. Denn nicht umsonst ist die mediterrane Küche mit Olivenöl die gesündeste (und schmackhafteste) der Welt! Als besonderen Kick kommen Spezialöle wie scharfes Peperoncino-Öl und zitroniges Limonolio zum Einsatz.

Warum nicht mal Spargel mit Olivenöl - und einem Schuss Peperoncino-Öl?

Warum nicht mal Spargel mit Olivenöl – und einem Schuss Peperoncino-Öl?

Immer wieder ein Genuss: Caprese, Tomaten, Mozzarella, Basilikum - und Olivenöl extra vergine!

Immer wieder ein Genuss: Caprese, Tomaten, Mozzarella, Basilikum – und Olivenöl extra vergine, mit oder ohne Aceto Balsamico.

Beim Kochen und gemeinsamen Essen erfährt man viel Lehrreiches und Genussvolles von den Veranstaltern, Heidi Rauch und Michael Konitzer, die selbst seit 2008 in den mittelitalienischen Marken einen Olivenhain besitzen und pflegen. Seit 2013 importiert das Journalisten-Ehepaar handwerklich produziertes, erstklassiges Olivenöl unter dem Namen Olio Piceno von ausgewählten Bio-Olivenbauern in ihrer Nachbarschaft.

Und zum Abschluss Limonolio auf Vanilleeis - eine sommerliche Verführung!

Und zum Abschluss Limonolio auf Vanilleeis – eine sommerliche Verführung!

Die beiden Teilzeit-Olivenbauern halten regelmäßig Vorträge über Olivenöl, haben sich selbst intensiv schulen lassen und sind jeden Oktober bei der Hand-Olivenernte und in der modernen Ölmühle in ihrer Zweitheimat dabei.

Zur Vertiefung ideal: Das informative Geschenkbuch „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“ von Heidi Rauch, erschienen im Münchner Dort-Hagenhausen Verlag, das bereits 21 amazon-Rezensionen mit 5 Sternen hat!

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Orangen-Ernte, Öl-Panschereien, faire Schokolade und wunderbarer Kaffee

Wir sind wieder für einige Tage in unserem „Büro Süd“ und verwandeln uns in Teilzeitbauern! Heute haben wir unsere Orangenbäume abgeerntet, u. a. um jeden Morgen frisch gepressten Orangensaft zu trinken und Orangenmarmelade daraus zu machen. In den nächsten Tagen sind die Zitronen dran – neuer Limoncello wird angesetzt! Unsere Zitrusfrüchte-Bäume stehen unterhalb des Olivenhains, und ich bin der festen Überzeugung, dass man diese zitronig-orangigen Noten auch in unserem Olivenöl (und in unserem Olivenblätter-Tee) schmeckt. Anklänge an Mandeln könnte man ebenfalls entdecken. Die Mandelbäume neben den Olivenbäumen blühen übrigens gerade wunderschön weiß und rosa.

Zitronenbäume, darüber Mandeln und Oliven auf unserem Grundstück

Zitronenbäume, darüber Mandeln und Oliven auf unserem Grundstück

Aber auch wenn man diese feinen Nuancen nicht riecht oder schmeckt: Auf jeden Fall hat man eine fruchtig-frische Note in der Nase und am Gaumen. Denn Olio Piceno ist ein Naturprodukt, das in der besten Ölmühle der Gegend perfekt produziert wird. Warum ich das an dieser Stelle mal wieder betone? Weil erst vor wenigen Tagen wieder Schreckensmeldungen über schlechtes Olivenöl durch die Medien gingen: Die Stiftung Warentest hat jedes zweite Olivenöl aus ihrem jüngsten Test als mangelhaft eingestuft! Und was sie da wieder alles an Gerüchen und Stoffen gefunden hat: stichig, modrig, ranzig, Mineralöl, Pestizide – igittigitt! Wie sagte unsere Nachbarin dazu so schön: Ich kaufe schon lange Olivenöl nicht mehr im Supermarkt ein.

Die Früchte unseres ersten Erntetages - garantiert sonnenverwöhnt und bio

Die Früchte unseres ersten Erntetages – garantiert sonnenverwöhnt und bio

Wohl dem also, der weiß, woher er sein Olivenöl direkt bezieht. Denn trotz aller EU-Verordnungen: Die kriminelle Energie von Produzenten, die auf Massenware und hohen Ertrag setzen, findet immer wieder Schlupflöcher, um den Verbraucher zu täuschen. Der aber hat es bei allen Lebensmitteln in der Hand, sich zu informieren und seine Wahl zu treffen. Deshalb sind wir immer wieder froh, dass Interessenten unsere Homepage finden. An dieser Stelle möchte ich auch andere faire Hersteller und Projekte empfehlen. Wenn Sie zum Beispiel Süßes mögen, kaufen Sie doch demnächst – durchaus im Supermarkt – „Die gute Schokolade“, Untertitel: Stück für Stück die Welt retten. Auf jeder Tafel, die übrigens sehr, sehr lecker schmeckt, ist ein Gutscheincode, mit dem man auf der „Plant for the Planet“-Homepage einen Baum pflanzen kann – fünf Mal virtuell, dann echt!

Mit den Kakaobohnen ist es nämlich wie mit den Oliven: Die Ernte erfolgt von Hand, ist mühsam und bringt den Bauern wenig Ertrag. Zudem setzen die Familien in den produzierenden Ländern, allen voran Afrika (Elfenbeinküste, Ghana), aus lauter Not auch Kinder für die Arbeit ein – anstatt sie in die Schule zu schicken. Mit Schokolade könnte es übrigens sein wie mit unserem Olivenöl: Auf unserer Frische-Banderole informieren wir unsere Kunden über den Olivenbauern, die Ölmühle und das Erntedatum. Auch auf jeder Schokolade könnten das Herkunftsland stehen, die Sorte und das Erntedatum. Aber da der Verbraucher immer einen identischen Geschmack erwartet, wird hier viel gemischt – munter afrikanische mit südamerikanischen Bohnen etc. Sehr lesenswert dazu: Das Dezember/Januar-Heft von Slow Food mit der Titelstory „Schokolade – Gut und fair!“

Nicht viel anders ist es beim Kaffee. Und auch da haben wir im Land der Kaffeetrinker unverhofft eine tolle Entdeckung ganz in unserer Nähe gemacht, in Altidona: Ein kleiner Familienbetrieb, Perfero, verschreibt sich der Passion für die Kaffeebohne – und produziert wunderbaren Kaffee aus Somalia, Äthiopien, Sumatra, Bolivien, Guatemala etc. Auf jeder Packung steht genau, woher der Kaffee kommt, welche Geschmacksrichtungen man erwarten kann etc. Es gibt Bio- und Nicht-Bio-Kaffee sowie eine Slow Food-Edition. Wir testen uns gerade durch und spätestens bei unserem nächsten Olivenöl-Erntedankfest am 13. November 2016 (save the date!) kann der Perfero-Kaffee verkostet werden. Wer vorher neugierig ist: Eine e-mail an uns genügt – auch natürlich um Olivenöl zu bestellen, frische Orangenmarmelade, neues scharfes Peperoncino-Öl in der 250 ml-Flasche etc. Gern mailen wir auf Anfrage unsere gesamte Produktliste, die natürlich nur aus „Vertrauens-Produkten“ besteht. Denn man ist schließlich, was man isst!

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Wir wünschen ein gesund-genussreiches Jahr 2016 – mit vielen Glücksmomenten!

Wir haben das neue Jahr 2016 ganz italienisch begonnen: Mit einer mitternächtlichen Linsensuppe, fein abgeschmeckt mit Aceto Balsamico unserer Freunde Bianca und Uli, einem Cotechino, Schweinsfuß (auch Zampone), als Einlage, gekauft im neuen Eataly in der Münchner Schrannenhalle, und natürlich mit roter Unterwäsche. Was das soll? Das bringt im neuen Jahr Geld (Linsen als Symbol), Glück (buchstäblich „Schwein gehabt“) und Liebe (Farbe Rot). Diesen italienischen Brauch praktizieren wir schon seit Anfang des 21. Jahrhunderts, lange bevor wir unser Haus in den Marken gekauft haben. Erfolgreich, muss man sagen, sonst hätten wir uns unsere Casa nicht leisten können, hätten beim Bau und auch sonst (Schutzengel bei Michaels Treppensturz 2015!) nicht so viel Glück gehabt und wären nach 17 Jahren Ehe nicht mehr so verliebt wie wir es sind. Angesichts der Trennungen zweier enger Freundespaare im letzten Jahr sind wir dafür dankbarer denn je!

Eataly, das kulinarische Schaufenster Italiens in München, begrüßt die Besucher mit einem Olivenbaum.

Eataly, das kulinarische Schaufenster Italiens in München, begrüßt die Besucher mit einem Olivenbaum.

Auch unser Olivenöl-Hobby beschert uns viele Glücksmomente – und unseren Kunden hoffentlich auch! Genau zu Weihnachten erschien in der Süddeutschen Zeitung auf der Titelseite ein Artikel, der unser Motto „Olivenöl ist Vertrauenssache“ unter dem Titel „Ein Tropfen Wonne“ voll bestätigt. Unser Olivenöl war nämlich im April letzten Jahres ausverkauft, weil die Olivenernte 2014 so exorbitant schlecht war. Wundersamerweise fand sich aber weiterhin viel Olivenöl extra vergine aus Italien in den Regalen der Supermärkte. Der Betrug mit Olivenöl erreichte angesichts der natürlichen Knappheit neue Dimensionen. Zitat aus dem Artikel von Oliver Meiler: „Gegen ein halbes Dutzend der Marken, die man auch von den Supermarktregalen in nördlicheren Gegenden Europas kennt, wird ermittelt. Wegen Handelsbetrugs. In Apulien, einer der wichtigsten Anbauregionen, beschlagnahmte die Forstpolizei unlängst 7000 Tonnen betrügerisch etikettiertes Öl. Das geht mittlerweile ganz einfach: Dank einer neuen Testmethode, bei der die Struktur des Öls analysiert wird, lässt sich dessen Herkunft schnell bestimmen. Und zwar im Detail, ähnlich wie bei einem Gentest oder beim Röntgen.“

Unser Olio Piceno muss man nicht röntgen: Wir sind mit Argusaugen dabei, wenn die Oliven geerntet und in der Ölpresse verarbeitet werden. Wir pflegen unsere Bäume mit Liebe und kümmern uns jetzt schon um die nächste Generation – der Bäume und der Olivenbauern! Dem 19-jährigen Sohn unseres Nachbarbauern Giacomo, Valerio, haben wir zu Weihnachten einen Olivenbaumschnitt-Kurs bei unserem Baumschnittmeister Tiziano Aleandri geschenkt, der im Februar 2016 stattfinden wird. Papa Giacomo macht auch gleich mit, denn der althergebrachte Schnitt, den er noch von seinem Papa Pietro gelernt hat, entspricht nicht mehr den neuesten Erkenntnissen.

Inspektionsgang durch unseren Olivenhain: auch am 3. Januar 2016 ein grünes Vergnügen!

Inspektionsgang durch unseren Olivenhain: auch am 3. Januar 2016 ein grünes Vergnügen!

Übrigens haben wir vor den Geld-Glück-Liebesbring-Linsen mit Freunden ein Fondue-Essen gemacht: Erstmals haben wir das Bio-Fleisch in Olivenöl gebraten. Klar, wir haben dieses Jahr auch viel davon – also keine Nachschub-Probleme! Aber es hat wirklich allen ganz außergewöhnlich gut geschmeckt – generationenübergreifend von 10 bis 83 Jahren. Und bei der Mutter unserer Freundin konnten wir dann gleich auch das sich wohl ewig haltende Vorurteil ausräumen, dass man mit Olivenöl nicht braten soll/kann. Damit haben wir auf jeden Fall ein gutes Werk getan, denn was gibt es Schöneres, als vorurteilsfrei ein neues Jahr zu beginnen!? Dazu passt auch der Kommentar einer ganz jungen Berliner Mitarbeiterin meines lieben Mannes, die ihm nach der ersten Kostprobe unseres Weihnachtsgeschenk-Olivenöls geschrieben hat: Wow, das schmeckt ja so was von toll. Ganz anders, als das Öl, das ich immer im Supermarkt gekauft habe. Sooo viel besser!

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Olivenöl & Co. als Weihnachtsgeschenk

Wir sind seit 4. Dezember wieder zurück aus den Marken und haben vier 50-Liter-Kannen aus unserer immergrünen Zweitheimat mitgebracht. Nun sind wir täglich am Abfüllen und Packen unserer Weihnachtsbestellungen. Beim Adventsabend im Golfclub München Eichenried haben sich viele unserer Kunden schon durchgekostet – und eingedeckt. Unser Limonolio ist nun tatsächlich ausverkauft. Ireneo Tucci hat zwar bereits neues produziert, aber das Öl muss bis April ruhen. Also kann man sich auf dieses zitronige Öl erst wieder im Frühjahr freuen. Aber zum Wärmen in der kalten Jahreszeit haben wir noch einmal etliche Flaschen scharfes Peperoncino-Öl mitgebracht! Ein Schuss über das Gemüse oder den Braten – das gibt den richtigen Geschmackskick!

40 Geschenkschachteln - versandbereit mit 250 ml Olivenöl und 250 ml Aceto Balsamico als Firmen-Kundengeschenk

40 Geschenkschachteln – versandbereit mit 250 ml Olivenöl und 250 ml Aceto Balsamico als Firmen-Kundengeschenk

In den kommenden Wintermonaten darf unser fruchtig-frisches Olivenöl extra vergine, Ernte Oktober/November 2015, in keiner Küche fehlen. Ein ideales Genuss-Geschenk – quasi der Champagner für alle Köche. Kürzlich haben wir einen libanesischen Kochkurs im Münchner Kochstudio Bilou besucht. Und was benutzte Koch Khudor für jedes Gericht? Olivenöl! Und zwar reichlich! Natürlich hatten wir für Hummus & Co. eine Kostprobe unseres Olio Piceno dabei – und es hat allen Teilnehmern wunderbar geschmeckt. Übrigens: Von unserem Nachbarbauern Tony haben wir wieder schwarze Kichererbsen mitgebracht! Gern fügen wir die 500 Gramm-Säckchen Ihrer Bestellung bei. Eine e-mail an info@oliopiceno.de – auch für unsere gesamte Produktliste – genügt.

Hummus beim libanesischen Kochkurs - angemacht mit Olio Piceno

Kichererbsen-Pürree Hummus beim libanesischen Kochkurs – angemacht mit Olio Piceno

Für alle, die mehr über gutes Olivenöl wissen will, hier noch drei Informationen unserer Bio-Olivenbauern in den Marken: 1. Antonio Germani hat ein Buch über Oliven geschrieben – quasi eine italienische Konkurrenz für mein Buch „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“. Aber eigentlich doch ganz anders: weniger Geschichten, mehr fachliche Information. Und natürlich prima zum Italienisch-Lernen: „Il meraviglioso mondo dell`olivo e dell`olio extravergine di oliva“. Wer es haben möchte, dem kann ich dieses „Book on demand“ für 16 Euro gern mitbringen. Eine e-mail genügt.

Bio-Olivenbauer Tony freut sich in unserer Ölmühle Agostini über das frische Oktober-Olivenöl.

Bio-Olivenbauer Tony freut sich in unserer Ölmühle Agostini über das frische Oktober-Olivenöl.

2. Tiziano Aleandri hat uns anschaulich seine beiden Filtermethoden demonstriert. Tatsächlich hat er noch Anfang Dezember die letzten Oliven geerntet und uns in seiner eigenen Ölmühle seine beiden Filtermaschinen gezeigt. Zuerst läuft das frische Öl durch eine Celluloseschicht und dann noch einmal über einen Papierfilz. Somit kommt es völlig ohne Unreinheiten in die großen Behälter. Je reiner das Olivenöl desto länger haltbar ist es. Wer zum Beispiel einen 5-Liter-Kanister kurz nach der Ernte ersteht und nicht sicher weiß, ob das Öl gefiltert wurde, tut gut daran, das Öl innerhalb von ca. 30 Tagen in Flaschen umzufüllen. Er wird unten am Boden einen so genannten Satz finden, der den verderblichen Fermentationsprozess beschleunigen und das Öl auch im Geschmack verändern würde. Das will ja niemand. Wir selbst schütten das Olivenöl nach einer Ruhepause in andere Behälter um – oder eben in Flaschen.

3. Bruno Amurri hat uns noch einmal gezeigt, wie er sofort nach Entnahme von einigen Litern aus seinen Großbehältern den Sauerstoff abpumpt. Tiziano füllt dagegen Stickstoff ein. Hinter beiden Verfahren steckt das Ziel, das Olivenöl so lange wie möglich haltbar zu machen und die wertvollen Inhaltsstoffe, wie Polyphenole, Antioxidantien und Vitamine, zu erhalten. Denn Licht und Luft sind die natürlichen Feinde von Olivenöl. Die Geschichten all unserer Olivenbauern finden sich übrigens auch in meinem Geschenkbuch, das wir in einer schönen handgemachten Geschenkschachtel zusammen mit 50 Gramm Olivenblättertee und einem Olivenzweig anbieten.

Wir wünschen allen unseren Lesern, Freunden und Kunden ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr 2015!

Heidi Rauch und Michael Konitzer wünschen Frohe Weihnachten!

Heidi Rauch und Michael Konitzer wünschen Frohe Weihnachten!

 

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Überrannt beim Olivenölfest – ausverkauft – und Nachschub aus Italien!

Wir sind glücklich! Die Olivenernte war gut, das Olivenöl ist köstlich – und unsere Kunden, Bekannten und Freunde überschütten uns mit Bestellungen. Bei unserem 3. Olivenöl-Erntedankfest am 15. November auf Schloss Aufhausen wurden wir buchstäblich überrannt. Auch viele Neu-Interessenten fanden den Weg in den schönen Rittersaal – danke an die Erdinger SZ, den Erdinger Merkur und das Erdinger Magazin Fred für die Vorankündigungen.

Die Gäste drängten sich um die Verkostungstische im stimmungsvollen Rittersaal.

Die Gäste drängten sich um die Verkostungstische im stimmungsvollen Rittersaal.

Rund 140 Gäste und liebe Helfer (danke, danke an Euch!) kosteten sich durch eine große Palette an handwerklich produzierten Köstlichkeiten: Den köstlichen Aceto Balsamico della famiglia Pagani und das zitronige Limonolio von Ireneo Tucci haben wir selbst auch schon länger im Programm, ebenso das scharfe Peperoncino-Olivenöl von unserem Nachbarn Bruno Acciarri. Neu waren die Trüffel-Produkte (Honig, Salz und Creme) und das Tomatensugo der Familie Tucci, präsentiert von Ireneos Ehefrau Antje, und serviert auf den feinen Maccheroncini di Campofilone. Denn der aus den Abruzzen stammende Sommelier musste leider zeitgleich auf der Forum Vini in München sein – aber im nächsten Jahr ist er dabei! Naturkräuterfrau Maiga Werner, die selbst nicht nach München kommen konnte, hatte u. a. Verbenen-Tee geschickt und ihre Kräuter-Krokante, Krocks genannt – Rosmarin, Thymian, Engelwurz, Pfefferkraut, Basilikum, Calendula, Rosen und Zitronen Krock. Sehr lecker sowohl auf Süßem, wie Eis oder Kaiserschmarrn, oder als Verfeinerung auf Gemüse oder in Saucen. Wer mag, kann das gern noch über uns bestellen.

Antje Tucci, rechts, präsentierte unterstützt von Freundin Martina Limonolio, Tomatensugo und Trüffelprodukte.

Antje Tucci, rechts, präsentierte unterstützt von Freundin Martina Limonolio, Tomatensugo und Trüffelprodukte.

Im Zentrum stand natürlich unser Olio Piceno, Ernte Oktober 2015. Die Angst, dass dieses gute Olivenöl wieder knapp werden könnte – wie letztes Jahr aufgrund der katastrophalen Ernte in Italien – hat viele Kunden zu Hortungskäufen verführt: In Nullkommanix waren die rund 150 Flaschen, die wir abgefüllt hatten, ausverkauft. Und dabei hatten wir schon zahlreiche Vorbestellungen in Paketen an die Kasse zu meiner Mama gestellt, die extra zum Helfen aus Berlin eingeflogen war bzw. wegen des Lufthansa-Streiks mit der Bahn kommen musste. Und das mit 87 Jahren! Aber Olivenöl hält eben fit….

Da waren noch Olivenölflaschen da, als ich für dieses Foto posiert habe.

Da waren noch Olivenölflaschen da, als ich für dieses Foto posiert habe.

Auch ein Gesprächsthema: Der Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 9. November mit dem Titel „Maschinenöl im Olivenöl“, der noch einmal ausführte, dass Olivenöl das meist gefälschte Lebensmittel ist. Da ist natürlich jeder froh, wenn er eine direkte Quelle hat, der er vertrauen kann. Sehr gefreut hat mich auch der Besuch der Familie Löffl-Nagy von der Wolfmühle in Markt Schwaben, deren Bio-Dinkelmehl 630 ich seit einigen Monaten für sämtliche Kuchen verwende. Die Birnen-Crostata und mein Apfel-Streuselkuchen mit Apfelmus waren auch ruckzuck aufgegessen. Natürlich backe ich den Teig mit Olivenöl (1/3 weniger Fett als Butter). Übrigens werden wir auch vom Geschirr her immer ökologischer: Statt Plastikgeschirr haben wir unsere Berglinsen aus Castelluccio, Porchetta und Schinken auf Tellern aus Zuckerrohr serviert, zusammen mit dem Holzbesteck bestellt im Internet (danke, liebe Dodo, für den Hinweis).

Der Schinken, den Thomas (Mitte), hauchdünn aufschnitt, war heiß begehrt.

Der Schinken, den Thomas (Mitte), hauchdünn aufschnitt, war heiß begehrt.

Apropos Schinken: Erstmals hatten wir den Schinken und die Olive Ascolane unserer Macelleria Stipa Carolina nicht nur zum Verkosten dabei, sondern eingeschweißt in kleineren Portionen auch zum Verkauf. Da nehmen wir weiterhin gern Vorbestellungen an. Wir fahren nämlich Anfang Dezember wieder in die Marken, um Olivenöl-Nachschub zu holen, Nachschub an bestellten schwarzen Kichererbsen, scharfem Peperoncino-Öl und eben prosciutto crudo. Am 4. Dezember sind wir wieder da – und bieten unser Olivenöl plus Limoncello, Feigenmarmelade und Krocks an einem Stand bei der Adventsfeier im Golfclub München Eichenried an (ab 19 Uhr). Offen für jedermann! Ideal zu Weihnachten: Unsere schönen Geschenkschachteln mit 250 ml Olio Piceno und 250 ml Aceto Balsamico. Oder doch mein Buch „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“? Wir freuen uns auf Sie! Und über die Weihnachtsfeiertage sind wir in Berlin, um dort unsere lieben Freunde zu beglücken. Denn: Olivenöl macht glücklich!

Unsere Geschenkschachteln drapiert in Oliven-Erntekörben neben den Krocks von Maiga Werner

Unsere Geschenkschachteln drapiert in Oliven-Erntekörben neben den Nauturkräuter-Krocks.

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