Allgemein, Olivenöl

Olivenernte wieder teilweise vernichtet – Nachschub aber gesichert!

Wir sind gerade in Italien und mussten erst einmal unseren Schock verdauen: Die Olivenfliege hat wieder ihr Unwesen getrieben – begünstigt von zu mild-feuchtem Wetter sowohl im Winter als auch im Sommer. Trotz unserer biologischen Interventionen (Pheromonfallen, Spritzen mit einer Bio-Lösung) hat die vermaledeite Olivenfliege Anfang September einen Großteil der Ernte in den Marken (und auch in anderen Regionen) vernichtet. Wer vor Ort war (wir leider nicht), hat schon ab Mitte September schnell geerntet, um mit einem Ertrag von ca. 8 Prozent („normal“ sind 12-15 Prozent) zu retten, was zu retten ist.

Unsere Oliven mit Einstichen von der Olivenfliege und verschrumpelt
Unsere Oliven mit Einstichen von der Olivenfliege und verschrumpelt

Wir haben glücklicherweise zwei Bio-Bauern, Tiziano in Offida und Bruno in Petritoli, die so gewissenhaft, engagiert und unerbittlich kämpferisch sind, dass sie der Olivenfliege – wie einst Asterix den Römern – getrotzt haben. Das heißt: Der Olivenöl-Nachschub ist gesichert! Alle, die schon vorbestellt haben und/oder zu unserem Olivenöl-Erntedankfest am 13. November ins Schloss Aufhausen bei Erding kommen, werden in den Genuss des fruchtig-frischen Olivenöls aus den Marken kommen. Wir fahren am 3. November voll bepackt – auch mit anderen kulinarischen Köstlichkeiten – zurück. Dann muss das Olivenöl ein bisschen ruhen, damit sich die letzten Schwebstoffe absetzen können, bevor wir es in Flaschen abfüllen.

Olivenhain bei Sorrent
Olivenhain bei Sorrent, sieht nur auf dem Foto nicht steil aus

Zur Zeit sind wir an der Amalfiküste, wo wir die steilsten Olivenhaine aller Zeiten gesehen haben. Hier krallen sich die Bäume regelrecht an den Felsen bzw. sitzen auf Steinterrassen. Die Netze sind permanent zwischen den Bäumen zu einer Rolle gewickelt gespannt, so dass man sie bei Bedarf nur aufspannen muss. Nachteil: In diesen Steillagen erntet man offensichtlich vor allem die überreifen Oliven, die von allein in die Netze fallen. Aber auch dieses Jahr: keine Früchte am Baum! Wir haben natürlich eine Kostprobe gekauft (aus Massa Lubrense, wahrscheinlich von der Ernte 2015, was natürlich nicht auf dem Etikett steht!). Und was sollen wir sagen: grässliches Olivenöl. Kein fruchtiger Geruch, keine Bitterkeit und Schärfe, nur seifig, geschmacklos.

Da freuen wir uns auf Tizianos und Brunos Olivenöl und danken der Olivengöttin Athene, dass sie diese Oasen inmitten der heuschreckenartigen Schädlingsinvasion verschont hat!

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