Olivenblättertee mit passender Tasse Olio Tè
Allgemein, Olivenöl

Die Sonne Italiens in den Winter holen!

Auf diesem Weg wünschen wir allen Olio Piceno-Freunden ein gesundes und genussfreudiges Jahr 2018 – und schicken ein bisschen italienische Sonne gen Norden.

Mein lieber Mann Michael und ich Neujahr 2018 am Strand von Cupra Marittima.
Mein lieber Mann Michael und ich Neujahr 2018 am Strand von Cupra Marittima.

Denn wir verbringen traditionell Silvester in unserer Casa in den Marken und machen einen Neujahrsspaziergang an der Adria sowie durch unseren kleinen Olivenhain. Es ist enorm, wie die Olivenbäume nach der Olivenernte im Oktober noch einmal gewachsen sind. Das bisher milde Winterklima hier mit zweistelligen Plus-Temperaturen tut ein Übriges. Wir hoffen tatsächlich noch auf ordentlich frostige Nächte, damit Schädlinge wie die Olivenfliege bzw. deren Larven im Boden nicht überleben können.

Freudenspender: die immergrünen Olivenblätter und blauer Himmel
Freudenspender: die immergrünen Olivenblätter und blauer Himmel

Gern hätten wir wieder so eine gute Ernte wie im Oktober/November 2017. Unser Olivenöl ist auch im Vergleich zu anderen Regionen wirklich exzellent. So hören wir von unseren Aceto Balsamico-Freunden Bianca und Uli, die auf der Grünen Woche in Berlin einen Stand haben werden (Ulibis.COM), dass sie auch dort wieder gern unser Olio Piceno anbieten (19.-28. Januar 2018). Haben doch ihre Recherchen ergeben, dass z. B. das diesjährige Olivenöl vom Gardasee sehr flach schmeckt, ohne Bitterstoffe und Schärfe. Andere Regionen wie die Toscana haben aufgrund der extremen Trockenheit so gut wie gar kein Olivenöl dieses Jahr produzieren können.

Ich persönlich freue mich immer wieder, wenn ich die Sonne Italiens in den deutschen Winter holen kann. Das beginnt morgens unter der Dusche mit einem Esslöffel Olivenöl zum Ölziehen. Achtung: Dieses Öl wird natürlich ausgespuckt, damit alle Bakterien aus der Mundflora ausgeschwemmt werden. (Das habe ich in meinem Buch „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“ ausführlich beschrieben.) Weiter geht es mit einer morgendlichen Tasse Olivenblätter-Tee, unserem Energiespender, den meine am 1. August 2017 verstorbene Mama so liebevoll hergestellt hat (zupfen, häckseln, in Tüten à 50 oder 100 g verpacken, 6,50 bzw. 12.50 Euro). Da hat sie uns noch reichlich Nachschub hinterlassen.

Und zum Schluss kommt ein Schuss Olivenöl über den Fenchel-Orangensalat.
Und zum Schluss kommt ein Schuss Olivenöl über den Fenchel-Orangensalat.

Mittags gibt es dann einen Salat mit z. B. Fenchel, Orangen, rotem Pfeffer – und Olivenöl. Nachmittags backe ich heute einen Apfelkuchen mit Olivenöl, bei dem ich nur die Hälfte des angegebenen Fetts brauche (250 g Butter = ca. 125 ml Olivenöl). Abends gibt es einen Fisch, der zusammen mit Gemüse und Olivenöl in den Ofen kommt und hinterher noch einmal mit unserem Limonolio beträufelt wird. Oder auch ein Bio-Huhn mit Salzzitronen, die wir mal selbst eingelegt haben, und Mangold. Ich brauche nicht zu erwähnen, mit welchem Öl das Huhn gebraten und beträufelt wird, oder?

Bei allem Genuss habe ich dabei immer das Gefühl, meinem Körper etwas Gutes zu tun. Hier noch einmal auf einen Blick, was Olivenöl gesundheitlich nachweislich bewirkt:

Olivenöl beugt Krebs vor – Dank des antioxidativen Hydroxytyrosol

Olivenöl ist gut für das Herz – Dank der einfach ungesättigten Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel senken (vor allem das „böse“ LDL-Cholesterin)

Olivenöl hilft bei Diabetes – Dank der Polyphenole werden die Entzündungsgene unterdrückt, die für das metabolische Syndrom verantwortlich sind (Diabetes, Übergewicht, hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck). Die Insulinresistenz wird gesenkt, bes. für Diabetes Typ 2 relevant.

Olivenöl senkt das Alzheimer-Risiko – Dank des Oleocanthal, das die Nervenzellen schützt

Olivenöl schützt die Knochen vor Osteoporose – Dank der Polyphenole, die die  Knochenmasse schützen

Olivenöl hilft bei der Nährstoffaufnahme – Z. B. Beta-Carotin wird nur vom Körper zusammen mit Fett aufgenommen. Eine gute Nährstoffaufnahme macht schlanker und vitaler! Der Stoffwechsel wird angeregt.

Wir sind am 16. Januar wieder in Bayern und verschicken dann fleißig das bis dahin bestellte Olivenöl. Gern über unseren Online-Shop oder direkt per Mail an pr@heidi-rauch.de. Am 25. Januar haben wir dann unsere erste Olivenölschule in München, die schon seit Wochen ausgebucht ist. Wir freuen uns sehr über diesen Zuspruch! Am 17. Februar in Berlin sind wir ebenfalls ausgebucht. Nur in München gibt es am 24. März noch einen und am 28. April noch zwei Plätze. Danke an dieser Stelle für das rege Interesse an unserem ehrlichen Olivenöl!

Allgemein, Olivenöl

Olivenöl ist gut für die Gesundheit – fürs Herz und fürs Zahnfleisch – und es sättigt besser!

Dass Olivenöl gesund ist, weiß eigentlich jeder. Aber immer noch gibt es die alte Mär, dass man damit zum Beispiel nicht braten soll. Unsinn! So kann man bei der Deutschen Herzstiftung etwa nachlesen, dass „natives Olivenöl extra“, wie unseres, auf jeden Fall auf 180 Grad Celsius erhitzt werden darf. Das reicht für die meisten Zubereitungsarten völlig aus! Außerdem wird hier zum wiederholten Mal bestätigt, dass Olivenöl zum Schutz von Herzerkrankungen geeignet ist. Es wirkt sich nämlich positiv auf die Blutgefäße aus, d. h. der Blutfluss verbessert sich, das gesamte Herz-Kreislauf-System wird gestärkt. Wir verwenden es deshalb fast ausschließlich in unserer Küche.

Erst kürzlich hat mein mit Leidenschaft kochender Mann Michael sogar Eierkuchen, (in Bayern Pfannkuchen, in Österreich Palatschinken, in Frankreich Crêpes), die sonst immer nur mit Butter zubereitet werden, in Olivenöl gebraten. Das Ergebnis: köstlich! Das Olivenöl schmeckt überhaupt nicht vor. Ist ja auch klar, da beim Erhitzen ein Teil der Geschmacksstoffe verloren geht. Deshalb finden wir unser frisches Olivenöl zu schade zum Braten; aber älteres, das mit der Zeit milder wird, ist dafür sehr gut geeignet.

Interessant in diesem Zusammenhang, was Der Spiegel online am 22. 3. 2013 berichtet hat: Olivenöl sättigt besser als andere Fette! Eine Untersuchung an den Universitäten München, Wien und Tübingen hat ergeben, dass Probanden, die Light-Produkte gegessen haben, sogar mehr gegessen und zugenommen haben! Ich habe diesen Wahn mit den Light-Produkten schon immer abgelehnt, ablehnen müssen, weil meine Verdauung da überhaupt nicht mitgespielt hat. Unter anderem sind da künstliche Zucker-Ersatzstoffe drin, die mein Magen-Darm-System regelmäßig zum Rebellieren bringen. Übrigens besteht daraus zum großen Teil auch die so gern in der Gastronomie verwendete Crema di Balsamico – grausam! Unbedingt echten, unverfälschten Balsamico nehmen, wie auch echtes, unverfälschtes Olivenöl. Denn – wie eigentlich immer – kommt es auf die Qualität an. Die Forscher fanden nämlich heraus, dass nur italienisches (!) Olivenöl der bessere Hungerstiller ist. Der Grund: Die beiden darin enthaltenen Aromastoffe Hexanal und E 2-Hexenal sorgen dafür, dass Glukose, also Zucker, langsamer aus dem Blut in die Körperzellen gelangt.

Und noch ein Tipp zum Thema Gesundheit: Seit Jahrzehnten schon praktiziere ich das so genannte Ölziehen. Das beschreibe ich auch in meinem Buch „Mut zur neuen Hüfte!“. Diese Ziehkur ist eine traditionelle Heilmethode aus dem Mittelmeerraum. Das Ölkauen hält nämlich das Zahnfleisch fit. Jeden Morgen nach dem Zähneputzen nehme ich einen knappen Esslöffel Öl in den Mund – früher Sonnenblumenöl, seit einiger Zeit natürlich Olivenöl -, gehe duschen – und schweige! Denn ich bewege das Olivenöl ca. 5-10 Minuten in meinem Mund hin und her, spucke es anschließend aus. Das Ergebnis: Ich habe nie wieder, seit knapp 20 Jahren, eine Paradontose-Behandlung gebraucht, was mein Zahnarzt gar nicht fassen kann! Der Grund: Das Olivenöl bindet Bakterien und Giftstoffe, schwemmt sie aus. Ich bin auch überzeugt, dass ich deswegen so wenig anfällig für Infekte oder Allergien bin.