Allgemein, Olivenöl

Limonolio, Feigen-Marmelade & Co. an Bord

Eine pralle Woche in den Marken geht zu Ende. Wir haben eingekauft, zwischendurch am Strand und am Pool gelegen – und Michael hat wieder fleißig produziert: Feigen- und Pfirsich-Marmelade plus eine weitere Ladung Limoncello!

Zitroniges Olivenöl Limonolio
Zitroniges Olivenöl Limonolio

Das zitronige Olivenöl „Limonolio“ bringen wir aus den Abruzzen von unserem Freund Ireneo Tucci mit. Er hat uns in seinem kleinen Paradies fürstlich bewirtet – und natürlich hat uns der Barsch, branzino, ebenso köstlich mit Limonolio gemundet wie die Vorspeise Tomaten mit frischem, nicht geräuchertem Scamorza (oder wahlweise der cremig-sahnigen Burrata bzw. Mozzarella).

Wir haben bestellte Weine besorgt – u. a. den Rosato „Sinopia“ von „Le Caniette“, wo wir sonst immer den süffigen Rotwein „Rosso Bello“ oder den Passerina-Weißwein „Lucrezia“ für unsere Olivenölschul-Abende kaufen. Apropos: Der Olivenölschul-Abend im Juni bei „Koch Dich glücklich!“ in München war wieder ausgebucht, ebenso der letzte Termin dieses Jahr, der 15. September. Nur noch am Freitag, 27. Juli, haben wir 2 bis 4 Plätze frei. Kurzentschlossene vor!

Unser Nachbar Tony hat uns wieder schwarze Kichererbsen aus eigenem Bio-Anbau geliefert. Daraus machen wir das herrliche Hummus zum Aperitif. Auch unsere Berglinsen aus Castelluccio haben wir wieder an Bord. Da gab es eine kuriose Übergabe vor dem tollen Restaurant „Molo Sud“ am Hafen von San Benedetto del Tronto – von Kofferraum zu Kofferraum um 22.30 Uhr. Sonst wären wir auch gern zur fioritura, diesem wunderschönen Blütenmeer, in Castelluccio gefahren. Aber dazu hat die Zeit nicht mehr gereicht.

Erholungspause am Strand von Grottammare
Erholungspause am Strand von Grottammare

Auch die hauchdünnen Eiernudeln „Maccheroncini di Campofilone“ mussten besorgt werden, natürlich bio und ideal für die „schnellste Pasta der Welt“, Nudeln Alfredo, die Michael den Schülern der Olivenölschul-Abende ruckzuck zubereitet. Den Parmesan (Parmigiano Reggiano) dazu reiben bevorzugt die Herren gern, während die Damen die Petersilie klein hacken. Last but not least haben wir bei Bruno Amurri das letzte Olivenöl der Saison 2017 besorgt: Il Biologico di Livia.

Mit der kommenden Olivenernte 2018 sieht es sehr unterschiedlich aus: Während bei Bruno ca. 30 Prozent der Bäume aufgrund des Frosts Ende Februar keine Früchte tragen, sind es bei uns 80 Prozent! Tiziano im Hinterland und Tony, der Luftlinie 300 Meter von uns entfernt ist, melden gar keine Schäden. Umso besser! Netterweise tragen unsere kleinen Nachwuchs-Bäumchen mehr Oliven als die alten Bäume, wahrscheinlich, weil sie in einem geschützteren Gelände stehen.

Schuhmodellist Enrico Bellegia schaut in Michaels Marmeladen-Küche vorbei.
Schuhmodellist Enrico Bellegia schaut in Michaels Marmeladen-Küche vorbei.

Schließlich kommen auch 17 Schachteln Belleggia-Golfschuhe in den Kofferraum. Die importiere ich ja seit November 2017 von Schuhmodellist Enrico Belleggia aus dem nahen Fermo, dem Zentrum der italienischen Schuh-Manufakturen. Neue Modelle finden sich immer aktuell unter www.wunsch-schuh.com. Hier sind zahlreiche Anregungen für individuelle Wunsch-Schuhe zu finden – sowohl für Damen als auch für Herren, für Golfer ebenso wie für Nicht-Golfer, garantiert handgenäht aus feinstem Kalbleder, mit Stützstiften in der Sohle und Fußbett.

Kennenlernen kann man übrigens unser Olivenöl Olio Piceno und die Belleggia-Schuhe bei den nächsten beiden „Bella Italia“-Golfturnieren, die ich zusammen mit meiner Freundin Claudia Bachmair-Vogl (Taschen & Tücher) veranstalte: 2. August im GC München Eichenried und 6. September im GC Thalkirchen. Allerdings nur für Damen, Afterwork ab 16 Uhr, 9 Löcher mit anschließendem Shopping (auch Schmuck von „Cote du Sud“)

Zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Wer mich einmal in einem längeren Interview erleben will, dem empfehle ich mein Gespräch mit Silvia Stock, Redakteurin beim RFO (Regionalfernsehen Rosenheim). Ich spreche da mit ihr über Olivenöl, die Marken und natürlich über meinen Frauen-Roman „Das Limoncello-Quartett – Vier Freundinnen auf Glückssuche in Italien“. Das E-Book wartet auf Ihren Download, wenn Sie Lust auf eine leichte Urlaubslektüre mit „Bella Italia“-Flair haben. Ich freue mich auf Feedback, denn vielleicht wird ja auch bald eine Printausgabe daraus….

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen wunderschönen und genussfreudigen Sommer 2018!

Allgemein, Olivenöl

Überrannt beim Olivenölfest – ausverkauft – und Nachschub aus Italien!

Wir sind glücklich! Die Olivenernte war gut, das Olivenöl ist köstlich – und unsere Kunden, Bekannten und Freunde überschütten uns mit Bestellungen. Bei unserem 3. Olivenöl-Erntedankfest am 15. November auf Schloss Aufhausen wurden wir buchstäblich überrannt. Auch viele Neu-Interessenten fanden den Weg in den schönen Rittersaal – danke an die Erdinger SZ, den Erdinger Merkur und das Erdinger Magazin Fred für die Vorankündigungen.

Die Gäste drängten sich um die Verkostungstische im stimmungsvollen Rittersaal.
Die Gäste drängten sich um die Verkostungstische im stimmungsvollen Rittersaal.

Rund 140 Gäste und liebe Helfer (danke, danke an Euch!) kosteten sich durch eine große Palette an handwerklich produzierten Köstlichkeiten: Den köstlichen Aceto Balsamico della famiglia Pagani und das zitronige Limonolio von Ireneo Tucci haben wir selbst auch schon länger im Programm, ebenso das scharfe Peperoncino-Olivenöl von unserem Nachbarn Bruno Acciarri. Neu waren die Trüffel-Produkte (Honig, Salz und Creme) und das Tomatensugo der Familie Tucci, präsentiert von Ireneos Ehefrau Antje, und serviert auf den feinen Maccheroncini di Campofilone. Denn der aus den Abruzzen stammende Sommelier musste leider zeitgleich auf der Forum Vini in München sein – aber im nächsten Jahr ist er dabei! Naturkräuterfrau Maiga Werner, die selbst nicht nach München kommen konnte, hatte u. a. Verbenen-Tee geschickt und ihre Kräuter-Krokante, Krocks genannt – Rosmarin, Thymian, Engelwurz, Pfefferkraut, Basilikum, Calendula, Rosen und Zitronen Krock. Sehr lecker sowohl auf Süßem, wie Eis oder Kaiserschmarrn, oder als Verfeinerung auf Gemüse oder in Saucen. Wer mag, kann das gern noch über uns bestellen.

Antje Tucci, rechts, präsentierte unterstützt von Freundin Martina Limonolio, Tomatensugo und Trüffelprodukte.
Antje Tucci, rechts, präsentierte unterstützt von Freundin Martina Limonolio, Tomatensugo und Trüffelprodukte.

Im Zentrum stand natürlich unser Olio Piceno, Ernte Oktober 2015. Die Angst, dass dieses gute Olivenöl wieder knapp werden könnte – wie letztes Jahr aufgrund der katastrophalen Ernte in Italien – hat viele Kunden zu Hortungskäufen verführt: In Nullkommanix waren die rund 150 Flaschen, die wir abgefüllt hatten, ausverkauft. Und dabei hatten wir schon zahlreiche Vorbestellungen in Paketen an die Kasse zu meiner Mama gestellt, die extra zum Helfen aus Berlin eingeflogen war bzw. wegen des Lufthansa-Streiks mit der Bahn kommen musste. Und das mit 87 Jahren! Aber Olivenöl hält eben fit….

Da waren noch Olivenölflaschen da, als ich für dieses Foto posiert habe.
Da waren noch Olivenölflaschen da, als ich für dieses Foto posiert habe.

Auch ein Gesprächsthema: Der Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 9. November mit dem Titel „Maschinenöl im Olivenöl“, der noch einmal ausführte, dass Olivenöl das meist gefälschte Lebensmittel ist. Da ist natürlich jeder froh, wenn er eine direkte Quelle hat, der er vertrauen kann. Sehr gefreut hat mich auch der Besuch der Familie Löffl-Nagy von der Wolfmühle in Markt Schwaben, deren Bio-Dinkelmehl 630 ich seit einigen Monaten für sämtliche Kuchen verwende. Die Birnen-Crostata und mein Apfel-Streuselkuchen mit Apfelmus waren auch ruckzuck aufgegessen. Natürlich backe ich den Teig mit Olivenöl (1/3 weniger Fett als Butter). Übrigens werden wir auch vom Geschirr her immer ökologischer: Statt Plastikgeschirr haben wir unsere Berglinsen aus Castelluccio, Porchetta und Schinken auf Tellern aus Zuckerrohr serviert, zusammen mit dem Holzbesteck bestellt im Internet (danke, liebe Dodo, für den Hinweis).

Der Schinken, den Thomas (Mitte), hauchdünn aufschnitt, war heiß begehrt.
Der Schinken, den Thomas (Mitte), hauchdünn aufschnitt, war heiß begehrt.

Apropos Schinken: Erstmals hatten wir den Schinken und die Olive Ascolane unserer Macelleria Stipa Carolina nicht nur zum Verkosten dabei, sondern eingeschweißt in kleineren Portionen auch zum Verkauf. Da nehmen wir weiterhin gern Vorbestellungen an. Wir fahren nämlich Anfang Dezember wieder in die Marken, um Olivenöl-Nachschub zu holen, Nachschub an bestellten schwarzen Kichererbsen, scharfem Peperoncino-Öl und eben prosciutto crudo. Am 4. Dezember sind wir wieder da – und bieten unser Olivenöl plus Limoncello, Feigenmarmelade und Krocks an einem Stand bei der Adventsfeier im Golfclub München Eichenried an (ab 19 Uhr). Offen für jedermann! Ideal zu Weihnachten: Unsere schönen Geschenkschachteln mit 250 ml Olio Piceno und 250 ml Aceto Balsamico. Oder doch mein Buch „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“? Wir freuen uns auf Sie! Und über die Weihnachtsfeiertage sind wir in Berlin, um dort unsere lieben Freunde zu beglücken. Denn: Olivenöl macht glücklich!

Unsere Geschenkschachteln drapiert in Oliven-Erntekörben neben den Krocks von Maiga Werner
Unsere Geschenkschachteln drapiert in Oliven-Erntekörben neben den Nauturkräuter-Krocks.
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Feigen- und Birnenmarmelade – und Lob vom Oliven-Papst

Nein, noch ist keine Olivenernte! Die ist erst im Oktober. Und im November haben wir dann wieder frisches Olivenöl im Angebot. Bis dahin sind wir mit anderen Ernten beschäftigt. Es ist Ende Juli – und wir sind wir ein paar Tage in den Marken, diesmal für die Feigen- und Birnenernte! Unser liebster Feigenbaum ist ein einziges Wunder: Er trägt von Ende Juni bis Mitte September – immer wieder. Damit erfreut er unsere Nachbarn, wenn wir nicht da sind, uns und unsere Gäste, die den August hier verbringen werden.

Diesen leckeren Mürbteigkuchen, Crostata genannt, habe ich mit unseren Feigen gebacken. Dahinter unser Wunder-Feigenbaum.
Diesen leckeren Mürbteigkuchen, Crostata genannt, habe ich mit unseren Feigen gebacken. Dahinter unser Wunder-Feigenbaum.

Mein lieber Mann Michael hat literweise Marmeladen eingekocht: Die Feigenmarmelade ist ein Gedicht! Wir verkaufen das 314 ml-Glas (ja, komische Maßeinheit!) für 6,50 Euro. Die Birnenmarmelade ist nicht weniger köstlich. Da es in diesem Sommer extrem trocken und heiß ist, fehlt den Birnen allerdings der Wachstumsschub. So sind es Mini-Birnen geblieben, die zu schälen und zu entkernen ich nach einer Blase am Finger aufgegeben habe. Die Lösung ist „Centrika“, ein so genannter „Slow Juice Extractor“, eine Art Zentrifuge, die wir hier im größten Supermarkt Ipersimply gekauft haben. Da wirft man die einmal durchgeschnittenen Birnen einfach rein – und raus kommt links der Abfall, rechts ein dickflüssiger Brei, der mit Rohrzucker und Zimt weiterverarbeitet wird. Das 250 ml-Glas verkaufen wir für 6,50 Euro.

314 ml-Gläser mit erntefrischer Feigenmarmelade!
314 ml-Gläser mit erntefrischer Feigenmarmelade!

Der heiße Sommer ist übrigens prima gegen die Olivenfliege: Die Larven im Boden, die evtl. noch überwintert haben, sterben ab, neue kommen nicht. Es ist ihnen schlicht zu heiß. Unsere Pheromon-Fallen melden einen gegen null gehenden Befall! Das sind eigentlich schöne Aussichten. Allerdings hat wohl der Wind etwas geschwächelt (Oliven sind Wind- und keine Bienenbestäuber): Die Olivenblüte war exorbitant üppig, aber befruchtet wurde nicht so viel wie erwartet. Es hängen also nicht sooooo viele Oliven an den Ästen , so dass wir eine eher mittelprächtige Ernte erwarten. Aber immerhin!

Unsere Oliven entwickeln sich sehr gut - wenn auch nicht allzu üppig.
Unsere Oliven entwickeln sich sehr gut – wenn auch nicht allzu üppig.

Sehr gut gehalten haben sich unsere Olivenblätter: Unter Ästen, deren Blätter braun und damit unbrauchbar geworden sind, haben sich tiefgrüne erhalten. Sie sind jetzt so knochentrocken, dass das Abzupfen gar kein Problem mehr ist. Das entspricht auch der Auskunft der Olivenblättertee-Expertin Jolanda Pavlovic: Unsere Journalisten-Freundin Rozsika Farkas hat über sie und ihr Olivenöl in Istrien im Slow Food-Magazin geschrieben. Wir haben Kontakt aufgenommen und werden sie wohl Ende September besuchen. Sie produziert sehr viel größere Mengen Olivenblätter-Tee als wir für den Export, hat dafür extra Maschinen entwickelt und eben festgestellt, dass die Blätter drei Monate durchtrocknen müssen. Somit ist auch bei uns für Nachschub gesorgt, denn der Carport ist voll – und eine große Tüte voller Blätter nehme ich wieder mit nach Bayern. Wir verkaufen die 50 g-Tüte Olio Tè zum Probieren für 5 Euro, die 100 g-Tüte für 9,50 – und neu dazu unsere schöne Olio Tè-Tasse für 12 Euro. Dazu noch eine Meldung unseres Schweizer Kunden: Nach täglichem Genuss unseres Tees hat er schon einen gesenkten Blutdruck festgestellt!

Ganz neu verkaufen wir unseren Olivenblätter-Tee auch mit der schönen Olio Tè-Tasse.
Ganz neu verkaufen wir unseren Olivenblätter-Tee auch mit der schönen Olio Tè-Tasse.

Sehr gefreut hat mich ein Lob des Olivenöl-Papstes Andreas März über mein Oliven-Buch, in dem ich natürlich auch über ihn schreibe. In einer e-mail meint er: „Sie schreiben sehr gut und führen Ihren Leser gekonnt durch die Themen. Das ist bewundernswert.“ Dann kommt allerdings das große ABER. Es ist ihm zu wenig Fachwissen in „Oliven – Eine Liebeserklärung an den Süden“. Und wenn, dann würde ich das Fachwissen mit eigenen Erfahrungen vermischen. „Nichtfachleute unter Ihren Lesern werden das nicht bemerken, mich, als seit 20 Jahren über Olivenöl informierenden Fachautor, stört das etwas.“ Ja, ich kann das aus seiner Sicht verstehen. Aber ich habe ja auch ein kulturhistorisches Geschenk-Buch geschrieben und kein Fachbuch. Tatsächlich versichern mir meine Leser immer wieder, dass sie sehr viel aus meinem Buch gelernt haben – und schreiben das auch in mittlerweile 19 5-Sterne-amazon-Kundenrezensionen. Vielen Dank dafür! Aber vielen Dank auch, lieber Andreas März, dass Sie sich so hingebungsvoll für gutes Olivenöl einsetzen. So schreibt er in einer zweiten e-mail: „Wie ich nur wiederholen kann: Die Olive ist unschuldig! Die schönsten Oliven werden noch immer in den meisten Fällen in ungeeigneten Ölmühlen entwertet. Seit bald 15 Jahren perfektionieren wir jedes Jahr unsere Ölmühle, da geht unser ganzes Erspartes drauf. Das einzige Ziel: Möglichst wenig von der in der Olive enthaltenen Qualität zu verlieren.“ Wir haben zwar keine eigene Ölmühle, aber haben die Unterschiede ja auch schon schmerzlich erfahren müssen. Mit den Ölmühlen Agostini und Aleandri haben wir sicher die Ferraris unserer Region gefunden  – und damit ein Olivenöl, was einfach unvergleichlich gut schmeckt. Wir freuen uns schon unbandig auf die neue Ernte – und nehmen jetzt schon Vorbestellungen an.

Großer Baum, kleine Früchte: unser Birnbaum mit Mini-Birnen, dahinter einer unserer Olivenbäume.
Großer Baum, kleine Früchte: unser Birnbaum mit Mini-Birnen, dahinter einer unserer Olivenbäume.
Allgemein, Olivenöl

Herzliche Neujahrsgrüße aus den Marken!

Liebe Leser und Leserinnen dieses Blogs,

wir sind gerade wieder in unserer Oliven-Heimat, wo wir das Neue Jahr stilecht mit Linsensuppe, Schweinswurst (zampone bzw. cotechino) und roter Unterwäsche begrüßt haben. Sie kennen diesen mediterranen Brauch nicht? Schade, denn Linsen versprechen für das neue Jahr Geld, Schweinswurst Glück und rote Unterwäsche Liebe! Das klappt bei meinem Mann und mir seit 16 Jahren ganz hervorragend! Leider gibt es noch keinen Silvester-Brauch, der eine gute Olivenernte verspricht. Schön wären einige Frosttage gewesen, damit die im Boden lauernden Larven der Olivenfruchtfliege absterben. Aber „dank“ unserer Lage nur drei Kilometer vom Adriastrand entfernt, blieb es bei uns auch nachts bei gerade 0 Grad. Die Olivenbauern im Hinterland durften sich dagegen über Schnee und moderaten Nachtfrost freuen.

Unser Olivenhain sieht Anfang Januar so gar nicht nach Winter aus!
Unser Olivenhain sieht Anfang Januar so gar nicht nach Winter aus!

Gestern waren wir bei unserem zuverlässigen Bio-Bauern Bruno Amurri, dem auch ein Kapitel in meinem Buch über Oliven gewidmet ist, das am 18. März 2015 im Dort-Hagenhausen-Verlag erscheinen wird. Beim Clicken auf den Link kann man schon vorab einen Blick auf meine „Liebeserklärung an den Süden“ werfen. Der Blick in Brunos sonst mit Olivenöl-Tanks wohl gefüllten Vorratsraum stimmte uns allerdings sehr traurig: Tatsächlich bekamen wir die letzten 50 Liter von ihm dieses Jahr! Als er die Ernte am 27. Oktober 2014 frühzeitig beendet hatte, lautete seine Bilanz: ein Drittel weniger Ertrag! Porca miseria – verfluchtes Elend oder elender Mist! Umso mehr freuen wir uns über diese total leckere Mischung aus den Sorten Raggia und Coroncina. Limitierte Edition 2015!

„Schöne“ Geschichte am Rande: Bruno hat wie immer am Wettbewerb „Oro delle Marche“ zur Prämiierung seines Olivenöls teilgenommen und wurde mit seinem reinsortigen Piantone di Mogliano-Öl in der Kategorie „fruttato intenso„, also intensive Fruchtigkeit, Vierter. Inzwischen ist er aber auf den dritten Platz vorgerückt, weil der Erstplatzierte des Betrugs überführt wurde: Bei einem Kontrollbesuch wurde festgestellt, dass er – wie so viele italienische Olivenbauern in diesem Missernte-Jahr – gar keine Oliven ernten konnte, sondern für den Wettbewerb einfach fremdes Olivenöl gekauft hatte! Wo immer er dieses exzellente Öl her hatte, entzieht sich leider unserer Kenntnis….

Bruno füllt für uns die letzten 50 Liter für das Jahr 2015 ab!
Bruno füllt für uns die letzten 50 Liter für das Jahr 2015 ab!

Auch Brunos Bio-Urweizen Khorosan Saragolla hat die Klimaerwärmung erwischt. Immerhin haben wir noch ein paar seiner exzellenten selbstgemachten Nudeln „gebunkert“ – auch zum Verkauf übrigens für Interessenten! Eine Mail an uns genügt und wir verschicken unsere Angebotsliste 2015.

Generell werden wir nämlich bis zur nächsten hoffentlich wieder normal guten Olivenernte verstärkt andere Produkte aus Mittelitalien anbieten, um die Olivenöl-Lücke etwas zu schließen. Allen voran unser Peperoncino-Öl von Bruno Nr. 2, Limonolio aus unserer Nachbarregion Abruzzen, Berglinsen aus Castelluccio an der Grenze zu Umbrien, Propolis-Spray gegen erste Erkältungssymptome (das antiseptische Bienenharz stammt von italienischen Bienen, die auch sehr interessante Honigsorten hervorbringen, die wir gerade verkosten), unseren Rosso Piceno-Rotwein „Rosso Bello“ vom Weingut Le Caniette, die aus der autochthonen Pecorino-Traube gewonnenen fruchtigen Weißweine – und nicht zuletzt unsere selbstgemachten Produkte: Feigen- und Birnenmarmelade aus der Casa Cedri – und den verführerischen Zitronenlikör Limoncello, den Michael gerade neu ansetzt. Von der Produktion 2014 gibt es noch ein paar Fläschchen….

Unsere Zitronenbäume stehen kurz vor der Ernte - für köstlichen Limoncello im März.
Unsere Zitronenbäume stehen kurz vor der Ernte – für köstlichen Limoncello im März.

Dazu freuen wir uns natürlich auch, weiterhin den wunderbaren Aceto Balsamico tradizionale della Famiglia Pagani anbieten zu können – danke, liebe Bianca und lieber Uli, für Eure tolle Unterstützung, auch beim Verkauf unseres Olio Picenos! Für alle, die in der Nähe von München wohnen, werden wir dank der beiden evtl. bald öfter kleine Degustationsabende anbieten. Mehr dazu im Frühjahr 2015 auf diesen Seiten. Unsere Olivenblätter-Tee-Produktion schreitet ebenfalls voran. Für diesen „Olio Tè“ gibt es bereits ein Logo. Ich werde in den nächsten Tagen noch die restlichen getrockneten Blätter häckseln und hier vermelden, sobald wir die 50 g-Tüten etikettiert zum Verkauf anbieten. Viele Pläne also für 2015!

In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern und Leserinnen, Käufern und Käuferinnen ein kreatives, energiereiches und gesundes Jahr 2015! Gesund bleiben Sie mit unserem Olio Piceno ja sowieso…

Allgemein, Olivenöl

Olivenöl-Erntedankfest am 10. November auf Schloss Aufhausen

Liebe Besucher dieser Homepage,

dies ist eine öffentliche Einladung zu unserem 1. Olivenöl-Erntedankfest am Sonntag, 10. November, von 12 bis 17 Uhr auf Schloss Aufhausen bei Erding. Im schönen Rittersaal bringen wir allen Freunden des Olio Piceno das ganz frisch geerntete Olivenöl 2013 zum Kosten mit. Denn gerade sind wir in unserem Zweitdomizil in den mittelitalienischen Marken und schauen den Oliven beim Wachsen zu, d. h. wir warten den idealen Zeitpunkt für die Olivenernte ab. Am 4. November sind wir wieder in Bayern, lassen das Öl ein paar Tage in den großen Edelstahlbehältern zur Ruhe kommen und füllen es dann ab – in 1 Liter-Flaschen, 3/4-Liter-Flaschen, 1/2-Liter-Flaschen oder – für die „Heavy User“ in 5 Liter-Kanister. Wir sammeln jetzt schon die Bestellungen an info@oliopiceno.de.

Wir nennen unser Degustationsfest „Olio, tartufo e vino“. Denn für einen Unkostenbeitrag von 5 Euro gibt es die verschiedensten Spezialitäten aus den Marken zum Kosten: Trüffel aus den Monti Sibillini in den Abruzzen auf Maccheroncini di Campofilone, das sind hauchzarte Eiernudeln; den Rotwein mit dem schönen Namen „Rosso Bello“ von unserem Nachbar-Weingut „Le Caniette“; die dicken, mit einer Fleischfarce gefüllten und frittierten Olive Ascolane; allerfeinste Linsen aus dem Ort Castelluccio an der Grenze zu Umbrien, unweit von Norcia; den typischen Mürbteigkuchen Crostata mit Feigenmarmelade (von unserem Feigenbaum, hergestellt von Michael); Vino Cotto („gekochter“ Wein = Weinlikör) etc.

Vieles davon kann man auch kaufen. Allen voran natürlich unser Olio Piceno. Im Hinblick auf Weihnachten werden wir etliche Geschenkkörbe mit den „marchegianischen“ Köstlichkeiten anbieten. Wenn es klappt, kommen noch Cantuccini aus unseren Mandeln hinzu sowie selbstgemachter Limoncello. Außerdem werden wir natürlich brandneue Fotos und evtl. auch einen kleinen Film von der aktuellen Olivenernte zeigen.

Zur Vorfreude hier schon einmal ein Foto, wie unsere Oliven derzeit ausschauen:

Unsere Oliven im Oktober 2013
Unsere Oliven im Oktober 2013