Allgemein, Olivenöl

Olivenernte 2018: neue Flaschen, aber leider weniger Oliven!

Wir sind wieder in den schönen Marken, wo einige Olivenbauern wie unser Nachbar Toni schon langsam mit der Olivenernte beginnen. Sie tun es auch, weil tatsächlich wieder die Olivenfliege im heftigen Anmarsch ist! Also gleich zwei natürliche Feinde für die Olive dieses Jahr: unerwartet strenger Frosteinbruch Ende Februar, und weil es dann im Sommer trotz hoher Temperaturen doch immer mal geregnet hat, wieder ideales Vermehrungsklima für die Olivenfliege.

Unsere Jungoliven halten sich wacker, aber sind auch schon angestochen!
Unsere Jungoliven halten sich wacker, aber sind auch schon angestochen!

Für unsere Olivenbäume heißt das: null Ernte! Die Bäume sehen traurig aus. Die wenigen Oliven, die sich entwickelt haben, sind klein geblieben oder – wenn sie doch gewachsen sind – wurden nun bereits angestochen, weil die Olivenfliege in der Frucht ihre Larven ablegt. Fazit: Wir ernten dieses Jahr auf unserem Hügel gar nichts! Das ist umso ärgerlicher, als ab 15. Oktober viele Freunde anreisen, um uns bei der Ernte zu helfen.

Die gute Nachricht: Tiziano und Bruno vermelden zwar auch weniger gesunde Oliven, aber bewirtschaften Olivenhaine, die in der Frostperiode günstiger standen als unsere. Daraufhin haben sie diese natürlich auch gut gegen die Olivenfliege verteidigt – mit biologischen Mitteln, versteht sich. Das haben wir uns dieses Jahr gespart, weil wir ja vorher bereits gesehen haben, dass sich da weder Blüten noch Früchte bilden. Unsere Erntehelfer dürfen hier ein bisschen Ernteluft schnuppern – und vor allem am Abend das frischeste aller frischen Olivenöle genießen!

 

Olivenbaum im schönen Südtiroler Ort Neumarkt-Egna - mit Äpfeln, von denen wir auch reichlich haben!
Olivenbaum im schönen Südtiroler Ort Neumarkt-Egna – mit Äpfeln, von denen wir auch reichlich haben!

Die zweite gute Nachricht: Wir haben uns neue Flaschen namens „Willy New“ ausgesucht, die mit einem neuen Verschluss namens „tappo anti rabbocco“ versehen sind. Das heißt übersetzt: gegen das Nachfüllen. Aber auch „anti goccia“, also gegen das lästige Tropfen am Flaschenhals. Insgesamt lässt sich dieser Verschluss besser öffnen und wieder verschließen – und das Olivenöl lässt sich besser dosieren.

Die dritte Nachricht: Wir professionalisieren das Abfüllen, Etikettieren und den Transport nach Erding, indem unsere Ölmühle Agostini das alles maschinell für uns übernimmt. Eine Spedition wird uns dann Anfang November die Flaschen direkt in den Rittersaal von Schloss Aufhausen liefern, wo am 11. November unser großes Olivenöl-Erntedankfest stattfindet. Wir bringen lediglich die vorbestellten 5-Liter-Kanister im eigenen Auto mit.

Grund dafür ist auch: Wir werden nicht jünger! Das Schleppen von Gewichten wollen wir weder meinen Titanhüften noch Michaels Bandscheiben länger zumuten. Spätestens beim Verkauf der Belleggia-Golfschuhe habe ich gemerkt, wie viel leichter Schuhkartons gegenüber Olivenölflaschen sind! Damit wir beides weiterhin mit Leidenschaft machen können, nun diese Lösung. Schließlich heißt mein Lebensmotto: Mut zur Veränderung!

Ach ja, zum Schluss noch eine gute Nachricht: Wer meinen Roman „Das Limoncello-Quartett – Vier Freundinnen auf Glückssuche in Italien“ bisher nicht als E-Book lesen wollte oder konnte, dem winkt „Erlösung“ in Gestalt eines Berliner Verlags, der mein Buch drucken möchte. Das kann allerdings noch etwas dauern. Bis dahin vielleicht doch E-Book? Macht durchaus Spaß und hat immer das richtige Leselicht!

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Olivenöl-Erntedankfest am 13. November auf Schloss Aufhausen bei Erding

Olio & aceto, erbe & vino  – Olivenöl & Essig, Kräuter & Wein

  1. Olivenöl-Erntedankfest mit Verkostungen auf Schloss Aufhausen bei Erding

Sonntag, 13. November 2016, 12-17 Uhr

Frischer kann man italienisches Olivenöl extra vergine nicht probieren: Im Oktober werden die Oliven per Hand geerntet und sofort in die Ölpresse gebracht, am Sonntag, 13. November, reichen Heidi Rauch und Michael-A. Konitzer dieses herrlich fruchtige Olivenöl „Olio Piceno“ zur Verkostung –  beim 4. Olivenöl-Erntedankfest auf Schloss Aufhausen bei Erding! Das Motto in diesem Jahr: „Olio & aceto, erbe & vino“, d. h. frisches Olivenöl aus der Ernte im Oktober 2016, traditionell hergestellter Balsamico-Essig, Naturkräuter und Weine – das sind nur einige der Köstlichkeiten, die es von 12 bis 17 Uhr im schönen Rittersaal zu probieren gibt. Unkostenbeitrag: 5 Euro. Adresse: Schlossallee 28, S-Bahnstation Aufhausen.

Olivenöl-Flaschenparade im Rittersaal von Schloss Aufhausen
Olivenöl-Flaschenparade im Rittersaal von Schloss Aufhausen

Über 100 Besucher pilgern jedes Jahr zu diesem Ereignis. Sie kommen auch, weil die beiden Teilzeit-Olivenbauern Heidi Rauch und Michael-A. Konitzer zusätzlich zu ihrem von verschiedenen Kleinbauern ehrlich produzierten Olivenöl stets kulinarische Genüsse aus der mittelitalienischen Region Marken im Gepäck haben, die es sonst hier nicht gibt. So etwa die gefüllten und fritierten Olive Ascolane, die hauchdünnen Maccheroncini di Campofilone, zu denen Ireneo Tucci, der auch sein Limonolio dabei hat, salsa al tartufo, also Trüffelsauce, beisteuert, die Pasta aus dem Urweizen Khorosan Saragolla, die Berglinsen aus der Hochebene von Castelluccio, aus denen Hobbykoch Michael Konitzer eine köstliche Linsensuppe zaubert, die schwarzen Kichererbsen uvm.

Mit dabei in diesem Jahr erstmals: Kräuterfee Maiga Werner, die aus ihrem Naturkräutergarten im Hunsrück u. a. Kräuter-Krokant und Quittenkonfekt mitbringt; die Weine kommen von Giulio und Pamela vom Weingut Le Senate, Altidona, deren zwei Rotweine in den Marken aus französischen (!) Trauben gewonnen werden, und von Alessandra und Gerhard vom Bio-Weingut Fiorano, Cossignano, die drei Rotweine, zwei Weißweine, einen Rosé und Grappa Barrique dabei haben. Nicht fehlen dürfen Bianca Kempkes und Uli Simeth, die wieder zur Aceto Balsamico-Verkostung einladen (7, 10 und 15 Jahre alter, traditionell hergestellter Balsamessig) und ihren selbsthergestellten Nocino, Likör aus grünen Walnüssen, und Eierlikör ausschenken. Bianca zaubert außerdem köstliche Auberginencreme, und die beiden bringen von ihrem Domizil am Gardasee Lugana, Salami– und Käse-Spezialitäten mit.

Das Olivenöl-Erntedankfest ist natürlich eine ideale Gelegenheit, Weihnachtsgeschenke zu kaufen, wie die vegane Bio-Olivenöl-Seife oder den Süßwein Vino Cotto in der bauchigen Flasche. Außerdem verkauft Claudia Bachmair-Vogl wieder edle Tücher und Taschen.

Ansonsten gibt es noch den beliebten Schinken von der Metzgerin Stipa Carolina, einer Nachbarin von Heidi Rauch und Michael-A. Konitzer, die seit 2008 zusammen mit einer befreundeten Familie ein Haus mit Olivenhain, Feigen- und Zitronenbäumen in den südlichen Marken, unweit der Adria, besitzen. Aus den Zitronen stellen sie 34-prozentigen Limoncello her, aus den Früchten Feigen- und Orangenmarmelade, aus den beim Baumschnitt anfallenden Olivenblättern gesunden Olivenblätter-Tee. Im Nebenraum wird ein Film über die Olivenernte gezeigt und Michael Konitzer hält einen Vortrag, der viel Wissenswertes rund um handwerklich produziertes Qualitäts-Olivenöl vermittelt.

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150 Besucher im Olivenöl-Fieber auf Schloss Aufhausen

Italienische Köstlichkeiten und die atmosphärischen Fresko-Bilder der Eichenrieder Malerin Karin Hoyler lockten 150 Besucher zum 2. Olivenöl-Erntedankfest ins Schloss Aufhausen! Im schönen Rittersaal wurde es zeitweise richtig eng an den Probiertischen: Wir hatten nur eine Woche zuvor unser superfrisches Olivenöl „Olio Piceno“ von drei verschiedenen Olivenbauern mitgebracht – und waren glücklich, dass wir nicht mit leeren Händen bzw. Olivenöl-Kanistern dastanden.

Reichlich Olivenöl Olio Piceno gibt es dank sorgfältig arbeitender Olivenbauern.
Reichlich Olivenöl Olio Piceno gibt es dank sorgfältig arbeitender Olivenbauern.

Denn die Olivenernte in Italien ist „dank“ Klimaerwärmung die schlechteste seit Jahrzehnten! Es ist nur der Sorgfalt der Bio-Bauern Bruno Amurri in Petritoli und Tiziano Aleandri in Offida, beide in den mittelitalienischen Marken, zu verdanken, dass die gefürchtete Olivenfruchtfliege in ihren Olivenhainen nicht so zuschlagen konnte wie andernorts. Wir sind wirklich sehr stolz, dass die beiden Olivenbauern uns bevorzugt beliefern, weil wir seit Jahren mit ihnen gut befreundet sind. Teilweise ist die Lage so dramatisch, dass viele Olivenbauern gar nicht geerntet haben und auch viele Ölmühlen geschlossen blieben.

Blickfang: Fresko-Bilder von Karin Hoyler, hier mit meiner Mama Ursula Rauch, die an der Kasse saß.
Blickfang: Fresko-Bilder von Karin Hoyler, hier mit meiner Mama Ursula Rauch, die extra aus Berlin angereist war.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet auf ihrer Panorama-Seite vom 12. November, dass am Gardasee, in Ligurien, in der Toskana, in Umbrien und im Latium die Ernteeinbrüche bis zu 80 Prozent betragen! Das meldet übrigens auch Apulien, wie wir von Freunden erfahren haben. Eine dramatische Situation, die zu Engpässen und dadurch natürlich zu Preiserhöhungen führt! Der dritte Olivenbauer, der Olio Piceno liefert, Bruno Acciarri in Ripatransone, konnte z. B. nicht mehr als die 50 bislang gelieferten Liter entbehren. Er wird aber im November das beliebte scharfe Peperoncino-Öl herstellen, das im Januar über uns zu beziehen sein wird. Unser Nachbar, Bio-Bauer Toni Germani, der ebenfalls empfindliche Einbußen bei der Ernte erlitten hat, konnte uns ebenfalls noch mit unterschiedlich scharfen Peperoncino-Ölen beliefern und mit seinen seltenen schwarzen Kichererbsen.

Schöne Weihnachtsgeschenke: Feigen-Marmelade, Limoncello, Ricciarelli-Kekse, Pasta und Olivenblätter-Tee.
Schöne Weihnachtsgeschenke: Feigen-Marmelade, Limoncello, Ricciarelli-Kekse, Pasta und Olivenblätter-Tee.

All diese Genüsse gab es beim Olivenöl-Erntedankfest zu verkosten, dazu wurde Spanferkel-„Porchetta“ ebenso gereicht wie köstlicher, hauchfein geschnittener Schinken aus den Marken, Pecorino-Käse, gefüllte und frittierte Olive Ascolane und Linsengemüse aus den feinen Berglinsen aus Castelluccio. Für die Süßschnäbel hatte ich Feigen-Crostata aus unserer selbst hergestellten Feigenmarmelade gebacken und die Familie Paci die hellen Ricciarelli-Kekse aus eigenen Mandeln. Sehr nachgefragt war auch unser Lieblingswein: der Rotwein Rosso Piceno vom Weingut Le Caniette, Ripatransone, mit dem treffenden Namen „Rosso Bello“. Wer nichts Alkoholisches wollte, für den gab es den schmackhaften und gesunden Olivenblätter-Tee, eigenhändig gehäckselt und verpackt von meiner Mama Ursula Rauch, die extra aus Berlin angereist kam, um uns zu helfen.

Nur noch Aceto Balsamico Tradizionale!

Erstmals dabei waren Bianca Kempkes und Uli Simeth aus Grünwald, die Aceto Balsamico Tradizionale der Familie Pagani aus Modena zum Verkosten anboten, und zwar 7-jährigen, 10-jährigen und 15-jährigen. Die Unterschiede: je älter desto süßer und daher vor allem für Desserts geeignet. Der Qualitätsunterschied: „tradizionale“ heißt nur aus reinem Traubenmost und nicht unter Zuhilfenahme von Weinessig. Unbedingt demnächst aufs Etikett achten! Im Supermarkt gibt es, egal ob bio, DOP oder nicht, meist nur das Industrie-Produkt mit Weinessig-Zusatz. Der Geschmacksunterschied: exorbitant! Wer einmal den traditionellen gekostet hat, wird nie wieder einen anderen Balsamico-Essig zu Salaten oder zum Würzen nehmen!

Bianca Kempkes und Uli Simeth beim Aufbau ihres Standes mit, links, Michael Konitzer.
Bianca Kempkes und Uli Simeth beim Aufbau ihres Aceto-Nocino-Standes mit, links, Michael Konitzer.

Uli Simeth hatte auch Walnusslikör Nocino aus eigener Herstellung dabei, während mein lieber Mann Michael seinen Zitronenlikör Limoncello anbot. Beides superlecker und garantiert biologisch! Ebenso übrigens wie die Pasta aus dem Ur-Hartweizen Khorosan, die Bruno Amurri herstellt.

Im Kapellensaal hielt Michael seinen informativen Vortrag über die Olivenölherstellung und ich las zwei Kapitel aus meinem Buch „Die Liebe zu den Oliven“, das im März 2015 im Münchner Dort-Hagenhausen-Verlag erscheinen wird.

Heidi stärkt sich vor der Lesung bei Thomas an der Schinkenmaschine.
Heidi stärkt sich vor der Lesung bei Thomas an der Schinken-Schneidemaschine.

Die Besucher waren allesamt begeistert von der Vielfalt des Gebotenen. „Besonders interessant fand ich die Informationen rund um die Gesundheitseffekte von Olivenöl und die Unterschiede beim Aceto Balsamico.“, sagte eine Besucherin. Ein anderer Besucher meinte: „Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so viel zum Probieren gibt. Jetzt muss ich erst einmal einen Verdauungsspaziergang machen.“ Angesichts des schönen Herbstwetters bot sich das rund um Schloss Aufhausen natürlich an. Praktischer Nebeneffekt der beliebten Veranstaltung, die 2015 am Sonntag nach Allerheiligen zum 3. Mal wiederholt wird: Viele Gäste aus München und Umgebung sahen die schönen Schlossräume zum ersten Mal und wissen nun, was für eine schöne Location für Hochzeiten, Tagungen und Filmaufnahmen Schloss Aufhausen ist!

Die Gäste freuten sich über die schöne Atmosphäre im Rittersaal.
Die Gäste freuten sich über die schöne Atmosphäre im Rittersaal.
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Olivenöl-Erntedankfest am 10. November auf Schloss Aufhausen

Liebe Besucher dieser Homepage,

dies ist eine öffentliche Einladung zu unserem 1. Olivenöl-Erntedankfest am Sonntag, 10. November, von 12 bis 17 Uhr auf Schloss Aufhausen bei Erding. Im schönen Rittersaal bringen wir allen Freunden des Olio Piceno das ganz frisch geerntete Olivenöl 2013 zum Kosten mit. Denn gerade sind wir in unserem Zweitdomizil in den mittelitalienischen Marken und schauen den Oliven beim Wachsen zu, d. h. wir warten den idealen Zeitpunkt für die Olivenernte ab. Am 4. November sind wir wieder in Bayern, lassen das Öl ein paar Tage in den großen Edelstahlbehältern zur Ruhe kommen und füllen es dann ab – in 1 Liter-Flaschen, 3/4-Liter-Flaschen, 1/2-Liter-Flaschen oder – für die „Heavy User“ in 5 Liter-Kanister. Wir sammeln jetzt schon die Bestellungen an info@oliopiceno.de.

Wir nennen unser Degustationsfest „Olio, tartufo e vino“. Denn für einen Unkostenbeitrag von 5 Euro gibt es die verschiedensten Spezialitäten aus den Marken zum Kosten: Trüffel aus den Monti Sibillini in den Abruzzen auf Maccheroncini di Campofilone, das sind hauchzarte Eiernudeln; den Rotwein mit dem schönen Namen „Rosso Bello“ von unserem Nachbar-Weingut „Le Caniette“; die dicken, mit einer Fleischfarce gefüllten und frittierten Olive Ascolane; allerfeinste Linsen aus dem Ort Castelluccio an der Grenze zu Umbrien, unweit von Norcia; den typischen Mürbteigkuchen Crostata mit Feigenmarmelade (von unserem Feigenbaum, hergestellt von Michael); Vino Cotto („gekochter“ Wein = Weinlikör) etc.

Vieles davon kann man auch kaufen. Allen voran natürlich unser Olio Piceno. Im Hinblick auf Weihnachten werden wir etliche Geschenkkörbe mit den „marchegianischen“ Köstlichkeiten anbieten. Wenn es klappt, kommen noch Cantuccini aus unseren Mandeln hinzu sowie selbstgemachter Limoncello. Außerdem werden wir natürlich brandneue Fotos und evtl. auch einen kleinen Film von der aktuellen Olivenernte zeigen.

Zur Vorfreude hier schon einmal ein Foto, wie unsere Oliven derzeit ausschauen:

Unsere Oliven im Oktober 2013
Unsere Oliven im Oktober 2013